Eklat beim Spiel gegen Israel – Irlands Kapitän verweigert Handschlag
In der Nations League ist es zu politischen Statements gegen Israel gekommen. Irlands Kapitän Dara O’Shea verweigerte seinem israelischen Gegenüber Manor Solomon vor dem Spiel den Handschlag. Nicht mal Blickkontakt gab es. Zudem schaute die Startelf der Iren bei der Hymne der Israelis geschlossen zu Boden. Ein Eklat auf der großen Fußball-Bühne.
Iren-Verbandschef David Courell hatte bereits im Vorfeld wegen Israels Rolle im Gaza-Krieg über seine Spieler gesagt, es werde „Teile der Zeremonie vor dem Spiel geben, an denen sie nicht teilnehmen werden“.
Offener Brief von 160 irischen Sportlern
Und so kam es: Auch nach den Hymnen gingen beide Mannschaften nicht aneinander vorbei, klatschten sich nicht ab. Zudem trugen alle Iren am Oberarm einen schwarzen Trauerflor. Um laut Courell „all derer zu gedenken, die in diesem Konflikt ihr Leben verloren haben“.
Die Partie war bereits vor dem Anpfiff politisch in die Schlagzeilen geraten. 160 irische Sportler hatten ihre Nationalelf in einem offenen Brief aufgefordert, die beiden Partien zu boykottieren. Die Nationalspieler stimmten ab – und mehrheitlich dafür, zu spielen.
Dann zog sich Ersatztorwart Gavin Bazunu auf eigene Faust heraus und erklärte, nicht teilzunehmen. Er sagte: „Ich gebe mein Bestes, ein Mensch mit Charakter und Prinzipien zu sein. Daher halte ich es für falsch, an den bevorstehenden Spielen gegen Israel teilzunehmen.“
Der politische Hintergrund: In Irland ist die Unterstützung für die Palästinenser besonders groß. Die Regierung bezeichnet den Gaza-Krieg (ausgelöst durch das Hamas-Massaker am 7. Oktober 2023) als „Völkermord“. Israel entgegnet, das sei eine Lüge.