Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag liegen bei 8,72 Milliarden Euro
Die Einnahmen der öffentlich-rechtlichen Sender aus dem Rundfunkbeitrag blieben 2025 nahezu stabil. Wie der Beitragsservice von ARD, ZDF und Deutschlandradio am Dienstag in Köln mitteilte, sanken die Einnahmen um 20 Millionen auf 8,72 Milliarden Euro. Die Einkünfte sanken damit gerade einmal um 0,2 Prozent.
Von den Einnahmen gingen insgesamt 8,56 Milliarden Euro an die öffentlich-rechtlichen Sender, 164,5 Millionen Euro erhielten die Landesmedienanstalten, die den privaten Rundfunk beaufsichtigen.
Wie aus dem vom Beitragsservice vorgelegten Bericht hervorgeht, gingen von den Einnahmen aus dem Rundfunkbeitrag 2,23 Milliarden Euro an das ZDF, insgesamt 6,07 Milliarden Euro an die neun ARD-Anstalten und 255 Millionen Euro an Deutschlandradio.
Am meisten von den Beiträgen unter den ARD-Anstalten erhielt der WDR
Unter den ARD-Anstalten verteilten sich die Einnahmen wie folgt: 1,27 Milliarden Euro erhielt der Westdeutsche Rundfunk, 1,10 Milliarden der Südwestrundfunk, 1,06 Milliarden der Norddeutsche Rundfunk, 995 Millionen der Bayerische Rundfunk, 623 Millionen der Mitteldeutsche Rundfunk, 457 Millionen der Rundfunk Berlin-Brandenburg, 454 Millionen der Hessische Rundfunk, 68,8 Millionen der Saarländische Rundfunk und 47,2 Millionen Radio Bremen.
Nach Angaben des Beitragsservice gingen die Zahlen der angemeldeten Wohnungen und der Beitragskonten leicht zurück. In den kommenden Jahren rechnet der Beitragsservice mit einer Stabilisierung der Einnahmen.
Die Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist derzeit erneut Gegenstand einer politischen und juristischen Debatte. ARD und ZDF klagen vor dem Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe, weil die Länder eine von der Kommission zur Ermittlung des Finanzbedarfs der Rundfunkanstalten (KEF) empfohlene Erhöhung um 58 Cent ab Januar 2025 nicht umgesetzt haben. Die Länder argumentieren dagegen, der Finanzbedarf der Sender sei trotz des unveränderten Beitrags gedeckt.
Der Rundfunkbeitrag ersetzt seit 2013 die Rundfunkgebühr. Die Abgabe liegt derzeit bei 18,36 Euro pro Monat und Haushalt – egal, wie viele Menschen dort leben. Für Firmen wird der Beitrag nach der Zahl der Betriebsstätten, Mitarbeiter und Kraftfahrzeuge berechnet.