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Berlin – Millionen Deutsche haben ihr Leben lang gearbeitet. Doch wie viel Geld bleibt ihnen im Ruhestand wirklich? Neue Zahlen des Statistischen Bundesamts geben jetzt einen ganz konkreten Einblick in die Finanzlage von Rentnern und Pensionären in Deutschland – und zeigen, wer besonders häufig von Armut bedroht ist.

Haushalte von Ruheständlern ab 65 Jahren haben im Mittel 2330 Euro pro Monat zur Verfügung. Im Osten liegt dieses mittlere Haushaltsnettoeinkommen mit 2270 Euro etwas niedriger als im Westen, dort sind es 2350 Euro. Laut den Statistik-Forschern handelt es sich um den Median-Wert, es liegen also jeweils 50 Prozent der Einkommen darunter und 50 Prozent darüber.

Untersucht wurden die Finanzverhältnisse von 13,6 Millionen Senioren, 10,5 Millionen im Westen und 3,1 Millionen im Osten, einschließlich Berlin.

West-Rentner profitieren stärker von eigenem Vermögen

Interessant ist auch, woher das Geld der Ruheständler stammt! Insgesamt kommen bundesweit 93 Prozent aus Renten und Pensionen, danach folgen mit vier Prozent Einnahmen aus Vermögen wie etwa Mieteinnahmen oder Kapitalerträgen. Transferzahlungen wie Grundsicherung im Alter machen zwei Prozent der Gesamteinkommen aus, ein Prozent sind Zahlungen aus Erwerbstätigkeit.

Im Westen ist der Anteil der Einnahmen, die aus bestehendem Vermögen stammen, mit vier Prozent deutlich größer als im Osten mit nur einem Prozent. Bei Transferleistungen und Arbeit bestehen keine nennenswerten Unterschiede.

Knapp jeder fünfte Senior ist armutsgefährdet

Bundesweit liegt die Armutsgefährdungsquote von Rentnern und Pensionären ab 65 Jahren bei 18,9 Prozent. Im Osten liegt sie bei 18,5 Prozent und im Westen bei 19,0 Prozent. Zum Vergleich: In der Gesamtbevölkerung sind bundesweit 16,1 Prozent der Personen armutsgefährdet. Bundesweit wohnen 57 Prozent der Ruheständler im Eigentum und 43 Prozent zur Miete. Im Westen sind es 61 Prozent im Eigenheim, im Osten nur 44 Prozent.

So viel Vermögen horten Rentner

Viele Senioren haben gut vorgesorgt. Laut Daten des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) verfügten Haushalte mit Menschen zwischen 65 und 74 Jahren 2023 im Median über rund 220.000 Euro Nettovermögen. Bei Haushalten mit einem mindestens 75 Jahre alten Mitglied waren es 172.500 Euro. Dazu gehören z. B. Wohneigentum, Aktien und Bargeld.