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Viterbo/Rom (Italien) – Das lange Warten hat ein trauriges Ende gefunden. Mehr als fünf Wochen nach seinem Verschwinden im Lago di Vico nördlich von Rom ist Luigi Cavallari (84), der Ehemann von Italiens Familienministerin Eugenia Roccella (72), tot gefunden worden. Bei einem gemeinsamen Bootsausflug sprang er ins Wasser, tauchte noch einmal auf, dann verschwand er.

Nach Angaben der Behörden wurde Cavallaris Leichnam am Vormittag aus dem See geborgen. Taucher fanden ihn in einer Tiefe von 18 Metern. Er lag rund einen Kilometer von jener Stelle entfernt, an der er am 27. Juni von einem gemieteten Boot ins Wasser gesprungen war. Die Suche war über Wochen fortgesetzt worden. Feuerwehr, Carabinieri und weitere Einsatzkräfte durchkämmten den See mit Sonartechnik, Unterwasserrobotern und Spezialtauchern. Die Bedingungen galten als schwierig. Schon wenige Meter unter der Wasseroberfläche war die Sicht nahezu gleich null.

Ministerin spricht von „schmerzhaftem Warten“

Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich Familienministerin Roccella ebenfalls auf dem Boot. Nach der Bergung erklärte die Ministerin, für sie ende nun eine „Zeit des schmerzhaften Wartens“. Sie bedankte sich bei allen Einsatzkräften für die Suche nach „meinem geliebten Luigi“. Cavallari und Roccella waren seit mehr als 50 Jahren verheiratet und hatten zwei Söhne.

Kälteschock ist mögliche Ursache

Italienische Medien sprechen von einem tragischen Todesfall. Nach Berichten der Zeitung „La Repubblica“ könnte ein Kälteschock eine Rolle gespielt haben. Das Wasser des Lago di Vico gilt als kühl. Am Tag des Bootsausflugs stiegen die Temperaturen auf bis zu 40 Grad. Cavallari soll nach dem Sprung zunächst aufgetaucht und über Unwohlsein geklagt haben. Dann verschwand er.

Eugenia Roccella gehört der Partei Fratelli d'Italia von Ministerpräsidentin Giorgia Meloni an. Die Familienministerin ist wegen ihrer konservativen Positionen zu Familienpolitik, gleichgeschlechtlichen Ehen und Abtreibungen umstritten.