Nürnberg – Entsetzen beim Samstag-Rennen der DTM am Norisring. In der 34. Runde rast Lamborghini-Pilot Maximilian Paul (26) in der Grundig-Kehre frontal in die Fahrerseite des BMW von Kelvin van der Linde (30). Unzählige große und kleine Trümmer fliegen, beide Autos sind nur noch Schrott, schleudern in die Auslaufzone. Den Zuschauern an der Strecke und vorm TV stockt der Atem. Sanitäter eilen mit Krankenwagen herbei, die Fahrer werden schnellstmöglich versorgt. Das Rennen wird unterbrochen.
„Crash in die Fahrertür, das ist das Schlimmste, was passieren kann, da ist kaum Knautschzone. Das ist der Horror“, kommentiert der fünfmalige DTM-Champion Bernd Schneider (61) geschockt am „Ran“-Mikrofon. Paul hatte vor dem Zusammenprall offenbar die Streckenbegrenzung touchiert und dabei die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren. Van der Linde wollte links in die enge Kurve einbiegen, als er von hinten geschossartig getroffen wurde. DTM-Rennautos erreichen kurz vor der Grundig-Kehre bis zu 250 km/h.
1. Diagnose: Beinbruch bei Paul
Der Unfall geht jedoch relativ glimpflich aus, beide Fahrer haben Glück im Unglück. Van der Linde wird in den Medical-Bereich an der Strecke gebracht. Der erste Check ergibt, dass er offenbar keine schwere Verletzung erlitten hat. Trotzdem lässt er sich für eine genauere Untersuchung ins Krankenhaus fahren. Paul hat sich nach erster Diagnose einen Bruch eines Unterschenkels zugezogen und wird ebenfalls ins Krankenhaus gebracht. Es geht ihm nach BILD-Informationen den Umständen entsprechend gut. Er bleibt aber über Nacht im Krankenhaus.
Das fortgesetzte Rennen gewann Nicki Thiim (Aston Martin) vor Maro Engel (Mercedes) und Arjun Maini (Ford). Am Sonntag (13.30 Uhr, live bei ProSieben) steht der 2. Lauf dieses Wochenendes an.