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Pays de la Loire (Frankreich) – Solche Bilder wirken immer wie aus einem Science-Fiction-Film. Ein ausgetrocknetes Flussbett mit ein paar übrig gebliebenen Pfützen, eine Brücke, die im Prinzip nur noch gebraucht wird, damit die Fahrzeuge nicht im Sand stecken bleiben. Weit weg von uns ist das nicht. Dieses trockene Flussbett ist ein Teilabschnitt der Loire, Frankreichs längstem Fluss.

Der ist Inbegriff der vielbeschwärmten französischen Schönheit. Das Loiretal wird oft als „Garten Frankreichs“ bezeichnet. Weinberge wechseln sich mit Schlössern und Städten ab. Doch seit Wochen haben Hitze und fehlender Regen Frankreich im Würgegriff. Vielerorts vertrocknen Felder und eben auch Flüsse. Während Asien absäuft, gegen sintflutartigen Regen und Schlammlawinen ankämpfen muss, ist in Europa das Gegenteil der Fall: Das Wasser fehlt. Bis zu einem Drittel der Ernte ist hinüber, schreibt Bloomberg.

Der Juni war offiziell der zweitwärmste weltweit, dazu gab es die höchsten Meerestemperaturen, die je in einem Juni gemessen wurden. Die Menschen quälten sich bei Temperaturen von oftmals mehr als 40 Grad Celsius. Die französische Gesundheitsbehörde Santé publique France schätzt, dass wegen der Hitzewelle um die 1000 mehr Menschen starben. Das sind vorläufige Zahlen, die tatsächlichen könnten noch höher liegen.

Besonders betroffen sind der Großraum Paris und die Region Pays de la Loire – genau da, wo diese Bilder, die die Agentur Reuters veröffentlicht, entstanden sind. Fast ganz Frankreich muss Wasser sparen. In 94 von 96 Départements gelten wegen der Dürre Warnungen oder Einschränkungen. In vielen Regionen dürfen Bürger ihre Gärten nicht mehr bewässern, keine Pools befüllen und keine Autos waschen.

Und ab dem kommenden Wochenende steigen die Temperaturen in Frankreich wieder deutlich an. Heiße Luft schiebt sich vor allem über den Süden und die Mitte des Landes. Regen soll nicht dabei sein.