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Leipzig/Berlin – Nach dem Fund einer mutmaßlichen Drohnenbombe am Flughafen Leipzig/Halle arbeitet die Bundesregierung an der Aufklärung des Vorfalls. Verkehrsminister Steffen Bilger (47, CDU) sagte BILD, man stehe seit Mittwochmorgen in engem Austausch mit dem Bundesinnenministerium und den zuständigen Sicherheitsbehörden.

Wie die Drohne auf das Flughafengelände gelangen konnte, sei derzeit noch unklar. „Dazu kann ich zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen“, erklärte Bilger. Zunächst müsse der Vorfall vollständig aufgeklärt werden. Anschließend gehe es darum, die notwendigen Konsequenzen zu ziehen.

„War es eine russische Drohne, Herr Minister?“

Der Minister betonte, die Gefahr durch Drohnen an Flughäfen sei den Behörden seit Jahren bekannt. „Dass es eine Gefahr gibt durch Drohnen an unseren Flughäfen, ist uns sehr bewusst“, sagte Bilger. Schon in den vergangenen Jahren seien Maßnahmen ergriffen worden, um Drohnen besser erkennen und abwehren zu können. Dennoch bleibe ein Restrisiko bestehen.

An Spekulationen über mögliche Hintergründe des Vorfalls wollte sich Bilger nicht beteiligen. Auf die Frage nach einer möglichen russischen Spur sagte er: „Ich kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nichts sagen, weil wir erst die Sicherheit haben müssen und ich mich auch nicht an Spekulationen beteiligen möchte.“

Nach Angaben des Ministers soll die Drohnenabwehr an deutschen Flughäfen weiter ausgebaut werden. So sei bereits beschlossen worden, an acht Flughäfen neue Systeme zur Drohnenerkennung einzuführen. Außerdem verwies Bilger auf das gemeinsame Drohnenabwehrzentrum von Bund, Ländern und beteiligten Behörden, das seit 2025 die Zusammenarbeit verbessern soll.

„Wir werden alles dafür tun, dass uns solche Fälle nicht weiter drohen“, sagte der CDU-Politiker. Flughäfen gehörten zur kritischen Infrastruktur und seien damit grundsätzlich ein mögliches Ziel von Angriffen.

„Wir sind da nicht wehrlos“

Bilger sieht auch technische Möglichkeiten, die Gefahr künftig besser einzudämmen. Die Deutsche Flugsicherung arbeite bereits an Systemen, die anfliegende Drohnen erkennen sollen. Denkbar seien unter anderem Störmaßnahmen oder spezielle Abwehrdrohnen. „Wir sind da nicht wehrlos“, sagte der Minister. Zugleich zeige der Vorfall von Leipzig, „dass es schon eine konkrete Gefahr ist, die sich bei diesen riesigen Flughafengeländen auch nicht so einfach verhindern lässt“.