Zhangping (China) – Diese Entscheidung hätte ihrem Kind fast das Leben gekostet. In der südchinesischen Stadt Zhangping (250.000 Einwohner) verließ eine Mutter die Wohnung, um einkaufen zu gehen, und ließ ihre dreijährige Tochter allein zu Hause. Das Mädchen schaffte es auf unerklärliche Weise, ein bodentiefes Fenster in der Wohnung zu öffnen, und rutschte langsam hinaus. Nur ein Absperrgitter, in dem das Köpfchen hängen blieb, bewahrte das Kind vor dem Sturz aus dem 12. Stock. Eine dramatische Rettungsaktion in circa 40 Metern Höhe begann.
Der dramatische Vorfall ereignete sich bereits am vergangenen Samstag in der Provinz Fujian. Wie auf einem von der amtlichen Nachrichtenagentur „Xinhua“ verbreiteten Video zu sehen ist, hing das kleine schwarzhaarige Mädchen bereits mit seinem Oberkörper und den Beinen außerhalb des Sicherheitsgitters. Dabei klammerte sich die Kleine mit ihren Füßen von außen und den Händen innen am Fensterrahmen fest. Zum Glück blieb der Kopf des Mädchens zwischen den Streben der Absperrung stecken – das verhinderte den tödlichen Absturz.
Nachbarn stützen das Kind – Feuerwehr rückt an
Anwohner und Passanten entdeckten das Kind und eilten ihm umgehend zu Hilfe. Die weiteren Aufnahmen zeigen, wie sich zwei Männer im elften Stock aus den Fenstern lehnen und dem Mädchen einen weißen Plastikhocker unter den Po drücken, um seinen eingeklemmten Kopf zu entlasten und den Absturz zu verhindern.
Parallel zu dieser waghalsigen Rettungsmaßnahme brach die Feuerwehr gewaltsam die Wohnungstür im zwölften Stock auf, um von dort zu dem eingeklemmten Mädchen zu gelangen. Die Feuerwehrleute befreiten die Kleine schließlich und übergaben sie wenig später der Mutter.
Wie es dem Mädchen nach der Rettung geht
Ob die Dreijährige das Fenster selbst geöffnet oder die Mutter versehentlich vergessen hatte, das Fenster zu schließen, war zunächst unklar. Chinesische Online-Medien berichteten unter Berufung auf Anwohner, Verwaltung und die Polizei, dass das Mädchen bei der dramatischen Rettungsaktion unverletzt blieb.