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New York – Die Ebola-Epidemie in der Demokratischen Republik Kongo gerät außer Kontrolle. Die Zahl der Fälle verdoppelt sich alle 20 Tage – schneller als je zuvor. UN-Experten schlagen Alarm und fordern eine massive Ausweitung der Hilfsmaßnahmen.

„Die Zahl der Fälle steigt exponentiell an und verdoppelt sich alle 20 Tage. Dies ist ein weitaus schnelleres Wachstum als der Ausbau unserer Hilfsmaßnahmen“, warnt Julien Harneis, UN-Ebola-Koordinator. Die Lage ist dramatisch: Schutzausrüstung, medizinisches Fachpersonal und Logistiker fehlen an allen Ecken und Enden.

Frühzeitige Behandlung rettet Leben

Dabei könnte schnelle Hilfe Leben retten. Harneis betont: Eine frühzeitige Behandlung steigere die Überlebenschancen enorm. Doch die Hilfe kommt nicht hinterher. „Dies ist der am schnellsten wachsende Ebola-Ausbruch aller Zeiten“, sagt Carl Skau, stellvertretender Leiter des Welternährungsprogramms WFP. Die Zahlen sind erschreckend: In den vergangenen zwei Monaten starben in der Demokratischen Republik Kongo 1000 Menschen. Zum Vergleich: In Westafrika dauerte es acht Monate, bis 1000 Menschen starben.

Mehr als 1400 Tote

Laut kongolesischen Gesundheitsbehörden sind bisher mehr als 1400 Menschen an dem Virus gestorben. Die Epidemie übertrifft damit bereits frühere Ausbrüche in der Region. Beim zweitschwersten erfassten Ausbruch von 2018 bis 2020 im Ostkongo starben rund 2300 Menschen.

Die schlimmste Ebola-Epidemie wütete in den Jahren 2014 und 2015 in Westafrika. Damals starben mehr als 11.000 Menschen. Ebola-Fieber ist eine lebensbedrohliche Krankheit. Das Virus wird durch Körperkontakt und insbesondere Kontakt mit Körperflüssigkeiten übertragen.