Obertraun – Schwere Verletzungen, eine eisige Nacht in den Alpen und keine Möglichkeit, Hilfe zu rufen: Ein 21-jähriger Wanderer hat in Österreich wohl seinem Hund das Leben zu verdanken. Drama am Dachstein-Gletscher in den österreichischen Alpen! Der junge Mann stürzte bei einer Wanderung rund 20 Meter in die Tiefe und zog sich schwere Kopfverletzungen sowie Blutungen zu. Weil er nach dem Unfall nicht mehr aufstehen konnte, blieb er die ganze Nacht im Gelände liegen.
Seine Freundin schlug Alarm, nachdem er nicht nach Hause zurückgekehrt war. Rettungskräfte suchten stundenlang nach dem Vermissten, zunächst ohne Erfolg.
Vierbeiniger Helfer führt Retter zum Verletzten
Am Freitagmorgen kam dann sein Labrador den Helfern entgegen. „Er bellte laut und führte uns zu ihm“, so Einsatzleiter Florian Höll von der Bergrettung Obertraun. Nach Einschätzung der Retter wich der Hund dem Herrchen die ganze Nacht nicht von der Seite. Möglicherweise hielt er den schwer verletzten 21-Jährigen sogar warm.
Der Wanderer wurde schließlich in ernstem Zustand gefunden. Laut Bergrettung war er zwar bei Bewusstsein, aber stark desorientiert. Ein Hubschrauber brachte ihn ins Krankenhaus. Sein Labrador wurde anschließend ebenfalls sicher ins Tal gebracht.