Castle Donington (England) – Als ihr Vater sich nach rund anderthalb Stunden immer noch nicht gerührt hatte, ging Caitlyn Whitley (19) rüber zu seinem Zelt – und machte eine tragische Entdeckung: Ihr Vater Paul (50) lag leblos am Eingang seines Zelts. Der tragische Todesfall überschattet eines der größten Musikfestivals in England, das Download Festival, das vom 10. bis zum 14. Juni stattfand.

Wie u.a. der Mirror berichtet, war Caitlyn am Morgen des 11. Juni gegen 9 Uhr aufgewacht und hatte ihrem Vater aus ihrem Zelt ein fröhliches „Guten Morgen“ zugerufen. Als sie keine Antwort bekam, dachte sie sich nichts weiter dabei und vermutete, er würde noch schlafen. Gegen 10.30 Uhr entdeckte sie dann die Leiche; dem Bericht zufolge in einer knieenden Position, so als habe er gerade aus seinem Zelt kriechen wollen. Verzweifelt alarmierte sie ihre Mutter und ihren Stiefvater, die sofort zu dem Festivalgelände eilten.

Wohl keine unnatürliche Todesursache

Nach dem Eintreffen der Mutter stellten Einsatzkräfte einen schwarzen Sichtschutz auf. Die Todesursache ist noch nicht bekannt. Caitlyn soll aber ausgesagt haben, dass John weder Alkohol getrunken, noch Drogen genommen habe. Am Abend vor seinem Tod habe er lediglich einen Kaffee getrunken und eine Zigarette geraucht. Der Gerichtsmediziner soll jetzt ermitteln, wie es zu dem Todesfall kam – ein Fremdverschulden wird aber bereits jetzt ausgeschlossen. Bis zum Ergebnis der Obduktion können bis zu 15 Wochen vergehen.

Tragisch: Vater und Tochter hatten ihr erstes gemeinsames Festival besucht, sich auf Auftritte von Bands wie Limp Bizkit oder Hollywood Undead gefreut – sie teilten eine Leidenschaft für Rock und Metal. Caitlyn traurig: „Als ich ein Baby war und beim Windelwechseln weinte, hat er mir immer einen Slipknot-Song vorgesungen, um mich zu beruhigen.“

Auch im Anschluss an das Festival hatten John und seine Tochter große Pläne, wollten weitere Events besuchen. Ein Wunsch, der sich nun nicht mehr erfüllen wird.

Hurricane Festival: Besucherin (41) stirbt auf Gelände

Auch in Deutschland hatte es am vergangenen Wochenende einen Todesfall gegeben: Eine 41-jährige Besucherin des Hurricane Festivals starb vermutlich an den Folgen einer Vorerkrankung auf dem Festivalgelände. Die eingeleiteten Wiederbelebungsmaßnahmen scheiterten.