Washington – Wie kann US-Präsident Donald Trump (80) den Iran-Krieg gewinnen? Offenbar ist das eine Frage, die das US-Zentralkommando (CENTCOM) nun auch einem erweiterten Kreis von Experten gestellt hat. Ein hochrangiger Offizier der Geheimdienstabteilung von CENTCOM – jenem Kommando, das Trumps Krieg gegen den Iran führt – hat laut „CNN“ eine E-Mail an eine große Gruppe von Militäranalysten geschrieben. Darin heißt es: „Wir suchen nach neuen, kreativen und unkonventionellen Wegen, um den Iran unter Druck zu setzen und zu bestrafen.“
Die Nachricht zeigt: Trumps Optionen sind aktuell offensichtlich begrenzt – und wenig überzeugend. Sprecher Captain Timothy Hawkins (58) erklärt dazu: „Das US-Zentralkommando hat eine lange Tradition darin, innovativ zu denken und zu arbeiten.“ Vor allem CENTCOM-Kommandeur Brad Cooper wende sich „unabhängig vom Dienstgrad“ an sein Team.
Trump erwägt seit Tagen, die Angriffe wieder zu verschärfen – auch auf Irans verbliebene Atomanlagen, die er nach den Angriffen im vergangenen Sommer als „ausgelöscht“ bezeichnet hatte. Zuletzt fiel Trumps Blick auch auf den „Pickaxe Mountain“.
Bomben allein reichen nicht
Der Berg wird als neue Lagerstätte für Irans Zentrifugen gesehen, die für die Urananreicherung benötigt werden. Das Problem: Die Anlage liegt tief unter der Erde. Selbst Amerikas stärkste konventionelle Waffen – bunkerbrechende Bomben – dürften kaum etwas ausrichten. Für eine echte Zerstörung müssten die USA vermutlich Bodentruppen einsetzen – ein enormes Risiko, das Trump bislang nicht eingehen wollte, so CNN.
Selbst Trumps ranghöchster Militärberater, Generalstabschef General Dan Caine (57), räumte vergangenen Monat vor Abgeordneten ein: „Luftmacht hat ihre Grenzen.“ Zusätzlich warnen Regierungsvertreter vor vielen zivilen Opfern, sollte Trump seine Drohung wahr machen, Brücken und Meerwasserentsalzungsanlagen des Iran anzugreifen.