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Washington – Donald Trump (80) lobte gerade seine Weltpolitik – doch der US-Präsident erntet auch in den USA verheerende, ja historisch schlechte Noten. Das Weiße Haus muss eine Umfragen-Klatsche verdauen – ausgerechnet an dem Tag, an dem Trump mit seiner großen Rede vor den Vereinten Nationen Stärke projizieren wollte.

Laut einer CNN/SSRS-Erhebung stimmen nur noch 29 Prozent der Amerikaner seiner Außenpolitik zu. Das sind nicht nur die schlechtesten Werte aus nun zwei Amtszeiten – sondern auch die niedrigsten bei allen amerikanischen Präsidenten, inklusive seiner Vorgänger Joe Biden (83), Barack Obama (65) oder George W. Bush (80). Diese prangert Trump gerne öffentlich als kolossale Versager an.

Iran-Krieg reißt Trump in Umfragen-Keller

Was reißt ihn besonders in die Tiefe? Keine Überraschung: der Iran-Krieg! Hier billigen nur noch 26 Prozent seine Taktik in dem von ihm begonnenen Nahost-Konflikt – mit dem Hauptziel, den Bau einer A-Bombe durch das Mullah-Regime zu vereiteln. Doch der militärische Showdown – anfangs eigentlich als Blitzkrieg erhofft – nähert sich der Sieben-Monate-Marke. Und gleicht derzeit eher einem Patt, während die ganze Welt von gestiegenen Energiekosten betroffen ist.

In der Umfrage wird auch deutlich, dass sich viele moderate Republikaner vom Iran-Krieg und Trumps generell aggressiver Außenpolitik abwenden. Befürworter des Waffengangs sind nun vor allem noch im Kern seiner MAGA-Bewegung („Make America Great Again“) zu finden, so die Meinungsforscher. Die neuen Werte liegen deutlich tiefer als bei einer anderen Reuters/Ipsos-Umfrage, die am Vortag veröffentlicht wurde: Hier unterstützen 34 Prozent die Iran-Schläge.

Republikaner vor „Midterm“-Wahlen unter Druck

Der Nahost-„Kriegssumpf“ belastet vor allem Trumps Republikaner auf der Zielgeraden zu den wichtigen US-Zwischenwahlen am 3. November. Bei der Parteipräferenz liegen sie im Umfrageschnitt mehr als acht Prozentpunkte hinter den Demokraten – es droht der Machtverlust in beiden Kammern des Kongresses. Im Wahlkampf forderten nun zwei republikanische Kandidaten, Mike Rogers (63) in Michigan und Ashley Hinson (43) in Iowa, ganz offen ein rasches Ende des Iran-Kriegs. Es ist eine Abkehr vom Präsidenten.

Trump ließ aber bei seiner UN-Rede erkennen, dass er selbst auf seine eigene Partei wenig Rücksicht nehmen möchte. Er betonte, dass er militärische oder diplomatische Entscheidungen gegenüber dem Iran nicht nach US-Wahltaktiken ausrichten werde: „Daran denke ich nicht einmal“, sagte er.