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Deutschland ist raus – Paraguay siegt im Elfmeterschießen

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Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft verliert gegen Paraguay im Elfmeterschießen und ist aus der Fußball-Weltmeisterschaft ausgeschieden. Nach 90 und 120 Minuten stand es 1:1. Das Team von Bundestrainer Julian Nagelsmann hatte zwar meist den Ball, wusste aber nur selten, etwas mit dem Spielgerät anzufangen. Es fehlte an Ideen und Tempo.

Die von Undav und Havertz gebildete Doppelspitze blieb völlig wirkungslos, auf den offensiven Außenbahnen kamen Leroy Sané und Wirtz entweder nicht durch oder erschwerten durch Stockfehler und leichte Ballverluste die Mission zusätzlich. Es fehlte trotz extremer Dominanz vor allem im offensiven Bereich an fast allem. Das DFB-Team navigierte wie ein schwerer Tanker, der bald in Seenot geriet.

Bei einem der wenigen Vorstöße der extrem passiven Südamerikaner brachte Julio Enciso Paraguay per Kopf in Führung (42. Minute). Diese konnte Kai Havertz nach der Pause ebenfalls mit einem Kopfball ausgleichen (54.).

Es ging in die Verlängerung. Dort wurde ein Tor von Jonathan Tah zu Unrecht aberkannt. Das Team kann über diese Szene klagen, Fakt ist aber, dass Paraguay mit seinen begrenzten Mitteln gar nicht so weit hätte kommen dürfen. So sah es auch Christoph Kramer. Der Weltmeister von 2014 sagte im ZDF: „Paraguay darf gegen uns nicht ins Elfmeterschießen kommen.“

Drei Deutsche verschießen

Kam es aber. 3:1 führten die Südamerikaner bereits, alles sah nach dem deutschen Ausscheiden aus. Dann aber vergab Paraguay zweimal. Die DFB-Elf bekam ein neues und nicht mehr erwartetes Leben geschenkt. Dieses jagte Tah aber in den Nachthimmel von Boston. Damit vergaben gleich drei deutsche Schützen, neben dem Innenverteidiger noch Havertz und Nick Woltemade. Torwart Manuel konnte einen Strafstoß parieren, ein weiterer verfehlte das deutsche Tor.

Den dritten Matchball ließ sich der Gegner dann nicht mehr nehmen. Deutschland verlor erstmals in der WM-Geschichte ein Elfmeterschießen und ist draußen. Für Nagelsmann dürfte die Luft nach diesem Desaster nun extrem dünn werden.