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Berlin – Für die AfD ist US-Präsident Donald Trump (80) vor allem eins: ein Verbündeter. Und: ein Vertreter des „deutschen Erbes“ in Amerika. Das geht aus einem vierseitigen Arbeitspapier des Außenpolitik-Arbeitskreises der Bundestagsfraktion hervor (liegt BILD vor). Darin stellen die AfD-Außenpolitiker Trump in eine Reihe mit Ex-US-Präsident Dwight D. Eisenhower (1890 – 1969) und dem früheren US-Innenminister Carl Schurz (1829 – 1906). Eisenhower hatte deutsche Wurzeln, Schurz war der erste deutsche US-Senator. Trumps deutscher Großvater wanderte 1885 in die USA aus.

Auch politisch sucht die AfD den Schulterschluss zum US-Präsidenten. Die Partei fordert eine „konservative Renaissance des Westens“, die „der Ideologie des Wokeismus ein Ende bereitet“. Die „Neuausrichtung der US-amerikanischen Außenpolitik“ lobt sie ausdrücklich. Kritik an den Zöllen, die der deutschen Wirtschaft massiv schaden: Fehlanzeige!

Für die Nato hat die AfD konkrete Vorstellungen: „Die NATO ist das mächtigste Militärbündnis der Erde. Wir wollen es als Verteidigungsbündnis zusammen mit den USA und unseren europäischen Nachbarn fortentwickeln.“ Die AfD findet es gut, dass US-Soldaten Deutschland verlassen, sie hält es aber „für zwingend erforderlich, den Abzug durch einen deutschen Truppenaufwuchs“ auszugleichen. Bedeutet: Die AfD will mehr deutsche Soldaten – obwohl sie selbst bei der Wehrpflicht gespalten ist.

Deutschland solle sich „gemeinsam mit dem US-amerikanischen Präsidenten für eine realistische Friedenslösung einsetzen“ in der Ukraine. Keine Waffen- und Finanzhilfen mehr für das überfallene Land. Das geht auch aus dem Russland-Papier hervor, das der Arbeitskreis ausgearbeitet hat (BILD berichtete). Die AfD will eine komplette Normalisierung des Verhältnisses zu Russland – obwohl das Land einen völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Ukraine führt, jeden Tag Zivilisten tötet.

AfD sieht Donald Trump als Verbündeten

AfD-Außenpolitiksprecher Markus Frohnmaier (35) zu BILD: „Ein Land von Deutschlands Gewicht darf seine Politik weder einem heuchlerischen außenpolitischen Moralismus unterordnen noch fremden Interessen andienen.“ Über die USA sagt Frohnmaier: „Die USA sind unser wichtigster westlicher Partner. In vielen Fragen – von Handel und Technologie bis zur Begrenzung illegaler Migration – liegen unsere Ziele eng beieinander und verlangen enge Zusammenarbeit.“