Deutscher Junioren-Weltmeister nach Kopf-ab-Geste gesperrt
Nach seiner provokanten Geste bei einem Torjubel ist der frühere U17-Welt- und Europameister Paris Brunner für vier Spiele gesperrt worden. Zwei der vier Partien erhält Brunner allerdings auf Bewährung, wie die Disziplinarkommission des französischen Fußball-Ligaverbands LFP mitteilte.
Der deutsche Angreifer hatte beim 1:1 bei Racing Straßburg vor gut eineinhalb Wochen nach seinem sehenswerten Ausgleichstreffer in der 71. Minute in Richtung der Straßburg-Fans einen Schnitt durch die Kehle angedeutet, wie auf TV-Bildern zu sehen war. Die Anhänger der Gastgeber reagierten mit einem Pfeifkonzert, auf dem Platz wurde die Geste nicht geahndet.
Schiedsrichter soll Geste nicht gesehen haben
Nach Informationen der französischen Zeitung „L'Équipe“ erklärte der Schiedsrichter der Partie, Éric Wattellier, in seinem Bericht, dass er Brunners Jubel nicht gesehen habe. Nun wurde Brunner im Nachhinein bestraft. Der Stürmer fehlt damit in den kommenden Liga-Partien gegen den FC Toulouse am 10. Oktober sowie acht Tage später beim FC Lorient.
Brunner hatte sich von den Racing-Anhängern provoziert gefühlt. „Sie haben über meine Familie, meine Mutter und meinen Vater gesprochen. Ich konnte diejenigen sehen, die mich beleidigt haben“, hatte der 20-Jährige erklärt.
Brunner nach starkem Saisonstart vor Debüt in der U21
Brunner sorgte in dieser Saison bislang aber nicht nur mit der provokanten Geste, sondern auch schon sportlich für Schlagzeilen. In den ersten sieben Pflichtspielen gelangen ihm wettbewerbsübergreifend sechs Treffer.
Auch U21-Nationaltrainer Antonio Di Salvo registrierte Brunners starken Saisonstart. Er nominierte den früheren Dortmunder, der 2024 für eine Ablöse in Höhe von vier Millionen Euro nach Frankreich gewechselt war, für die kommenden Länderspiele. Am Samstag gegen Lettland (18 Uhr) könnte Brunner sein Debüt geben.