Berlin – Diese Tabellen, die BILD mit Daten der Agentur für Arbeit erstellt hat, zeigen es deutlich: Es gibt noch immer riesige Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern. Und die Tabellen dokumentieren auch, wie ungerecht sich einige Lohnzahlungen in den letzten fünf Jahren entwickelt haben.
Für die Tabellen verglich BILD die Median-Gehälter in zahlreichen Berufen und Berufszweigen. Median-Gehalt bedeutet: Genau die Hälfte der Deutschen in diesem Beruf verdient mehr – und die andere Hälfte verdient weniger.
Manche Berufe kassierten kräftig mehr
In den Jahren zwischen 2020 und 2025 passierte unheimlich viel: Die Corona-Pandemie legte Deutschland und die halbe Welt lahm, Russen-Diktator Putin überfiel die Ukraine, eine deutsche Regierung (die Ampel) zerbrach und in den USA übernahm Donald Trump erneut die Macht.
Was bedeutete all das für die Gehälter in einem Deutschland, das auch wirtschaftlich litt?
Antwort: Es brachte vollkommen unterschiedliche Entwicklungen – Lohnanstiege zwischen nur fünf Prozent und über 40 Prozent. Lehrer z. B. schnitten ausgesprochen schlecht ab.
Was z. B. überrascht: Die Gehälter in der Gastronomie stiegen von 2020 bis 2025 um bis zu 40 Prozent. Das liegt an den deutlich höheren Mindestlöhnen, guten Tarifabschlüssen und einer gewaltigen Nachfrage nach guten Kräften – die dann teuer sind und den Durchschnitt nach oben ziehen.
Preis-Schock schmälert die Lohn-Erfolge
Immer zu bedenken bei aller Freude über 20, 30 oder 40 Prozent mehr Lohn: Die Verbraucherpreise in Deutschland sind von 2020 bis einschließlich 2025 insgesamt um rund 22,5 Prozent gestiegen. Ein Einkauf, der 2020 noch 100 Euro kostete, kostete Ende 2025 also 122,50 Euro. Da verfliegt jede Freude über einen Lohnanstieg schnell.
Die Lebensmittelpreise stiegen in den fünf Jahren sogar um gut 36 Prozent. In jüngster Zeit stagnieren die Anstiege dieser Preise, Discounter und Supermärkte versuchen, die Kunden mit Apps und Rabatten in die Geschäfte zu locken.
Erfreulich: In den Tabellen finden sich nur wenige Berufe, deren Lohnerhöhung unterhalb der Inflationsentwicklung liegt.