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Großostheim – Extrem bittere Nachrichten aus dem deutschen Einzelhandel: Die bekannte Deko-Kette Depot muss wohl noch deutlich mehr Filialen schließen als ursprünglich geplant. Hunderte Mitarbeiter des insolventen Unternehmens müssen schon jetzt gehen!

Nur noch 50 Filialen sollen künftig das Depot-Logo tragen, das berichtet die „Lebensmittel Zeitung“ (LZ). Bislang sind es noch 155 Läden. Für die Belegschaft eine absolute Horrornachricht, die der Geschäftsführer Christian Gries verkündet haben soll. Der Gründerenkel soll per interner Botschaft ebenfalls informiert haben, zahlreiche Beschäftigte ab dem 1. August freizustellen.

So viele Mitarbeiter sind betroffen

Das soll 220 Filialmitarbeiter sowie 110 weitere Beschäftigte aus der Zentrale und dem Außendienst betreffen. Der Chef der GDC Deutschland GmbH in Großostheim bei Aschaffenburg (Bayern) – die das Filialgeschäft von Depot betreibt – war für BILD weder telefonisch noch per E-Mail zu erreichen. Sachwalter Thomas Rittmeister wollte sich auf BILD-Anfrage nicht äußern.

Unterdessen beginnen für die Belegschaft der Deko-Kette bange Zeiten. Die freigestellten Mitarbeiter bekommen laut dem LZ-Bericht nur noch ihre Juli-Gehälter über das Insolvenzgeld. Derzeit läuft bei Depot das vorläufige Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung, das reguläre Verfahren soll am 1. August eröffnet werden.

Zweite Insolvenz in kurzer Zeit

Ein totaler Absturz in mehreren Akten. Im Mai wurde bekannt, dass Depot schon wieder pleite ist und zum zweiten Mal Insolvenz beim Amtsgericht Aschaffenburg angemeldet hat. Ende Juni hieß es dann, dass 66 Filialen der Deko-Kette dichtmachen müssen. Das erste Insolvenzverfahren startete im Jahr 2024 und endete mit der Schließung von 250 Läden sowie der Kündigung von 2000 Mitarbeitern in ganz Deutschland.

Wie es zur Pleite kam

Der Grund für die erneuten wirtschaftlichen Probleme? Wie die LZ schreibt, reicht das Geld nicht mehr, um die Gehälter aller 1200 Mitarbeiter zu zahlen. Hintergrund der Krise: gestiegene Importzölle und Konkurrenz durch asiatische Handelsplattformen mit deutlich günstigeren Angeboten. Zudem halten sich die Kunden mit Käufen im Einzelhandel zurück.