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Washington – Brisanter Verdacht im digitalen Krieg zwischen den USA und dem Iran! Mehr als 30 Wasserversorgungssysteme im US-Bundesstaat Minnesota sollen Ziel eines koordinierten Hackerangriffs geworden sein. Nach übereinstimmenden Medienberichten gehen US-Behörden davon aus, dass Hacker mit Verbindungen zum Iran hinter der Attacke stehen könnten. Das FBI hat Ermittlungen aufgenommen.

Nach Informationen der „Washington Post“ halten US-Geheimdienste einen iranischen Ursprung des Angriffs für wahrscheinlich. Auch die „New York Times“ berichtete unter Berufung auf Ermittler von den Untersuchungen. Eine offizielle Bestätigung, dass Teheran für die Attacke verantwortlich ist, gibt es bislang allerdings nicht.

Der Angriff soll sich in dieser Woche ereignet haben. Nach Angaben der „New York Times“ fiel mindestens ein Wasserversorgungssystem vorübergehend aus. Andere betroffene Städte mussten demnach auf Not- oder Ersatzlösungen zurückgreifen. Hinweise darauf, dass das Trinkwasser dadurch unsicher geworden sei, gibt es nach aktuellem Stand nicht.

Dennoch sorgt der Vorfall in den USA für Alarmstimmung. Wasserversorgungssysteme gehören zur sogenannten kritischen Infrastruktur eines Landes. Angriffe auf solche Einrichtungen können im Ernstfall große Teile der Bevölkerung treffen – etwa durch Ausfälle, Manipulationen oder Störungen der Versorgung.

Trump weist Iran-Vorwurf zurück

Für zusätzlichen politischen Streit sorgt die Reaktion von US-Präsident Donald Trump (80). Bei einer Kabinettssitzung widersprach er Berichten, wonach Iran hinter den Angriffen stecken könnte. Stattdessen machte Trump den US-Bundesstaat Minnesota und dessen demokratischen Gouverneur Tim Walz (62) verantwortlich.

Iran habe größere Probleme, als sich mit Minnesota zu beschäftigen, sagte Trump. Walz war im vergangenen Wahlkampf als Vizepräsidentschaftskandidat an der Seite von Kamala Harris gegen Trump angetreten und gehört zu dessen politischen Gegnern.

Cyberkrieg zwischen Washington und Teheran

US-Sicherheitsbehörden warnen bereits seit Monaten vor einer zunehmenden Gefahr durch iranische Hackergruppen. Nach Einschätzung der amerikanischen IT-Sicherheitsbehörde haben Gruppen mit Verbindungen zum Iran wiederholt versucht, in Netzwerke kritischer Einrichtungen einzudringen. Betroffen waren demnach unter anderem der Energiesektor, Regierungsbehörden und weitere wichtige Infrastruktur.

Seit Ende Februar führen die USA und Israel gemeinsam Krieg gegen Teheran. Seitdem setzt Iran laut „Washington Post“ verstärkt auf Cyberangriffe.