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Berlin – Dicke Dienstwagen, dicke CO2-Bilanz! Bei den Dienstwagen deutscher Spitzenpolitiker hapert es beim Klimaschutz gewaltig. Nach einem Check der Deutschen Umwelthilfe (DUH) überschreiten 160 von 249 untersuchten Fahrzeugen den EU-Flottengrenzwert von 93,6 Gramm CO2 pro Kilometer.

Besonders sauer stößt der DUH der zunehmende Einsatz von „klimaschädlichen Plug-in-Hybriden“ auf. Gemeint sind Fahrzeuge mit zwei Antrieben: einem Elektromotor samt aufladbarer Batterie und einem klassischen Verbrennungsmotor.

Auch bei den E-Autos gibt es keinen Grund zum Jubeln: Der Anteil vollelektrischer Dienstwagen sank 2025 sogar leicht auf 36 Prozent. Zum Vergleich: Im Vorjahr lagen 153 von 238 Dienstwagen über dem EU-Grenzwert – also ähnlich viele wie jetzt.

Diese Minister haben die schlechteste Klimabilanz

Besonders deutlich werden die Unterschiede beim Blick auf den tatsächlichen Ausstoß. Laut DUH kommen vollelektrische Fahrzeuge im Schnitt auf gerade einmal 62 Gramm CO2 pro Kilometer. Plug-in-Hybride liegen dagegen bei satten 179 Gramm. Für ihre Berechnung geht die DUH von einem elektrischen Fahranteil von elf Prozent aus.

Und wer fährt nun besonders klimaschädlich? Innerhalb der Bundesregierung landen Justizministerin Stefanie Hubig (57, SPD) und Bildungsministerin Karin Prien (61, CDU) mit jeweils 169 Gramm CO2 pro Kilometer auf dem letzten Platz.

Noch heftiger fällt die Bilanz bei den Länderchefs aus: Die Dienstwagen von Hendrik Wüst (51, CDU, Nordrhein-Westfalen), Manuela Schwesig (52, SPD, Mecklenburg-Vorpommern) und Kai Wegner (53, CDU, Berlin) kommen jeweils auf unglaubliche 262 Gramm CO2 pro Kilometer.

Wer fährt am sparsamsten?

Es gibt allerdings auch Politiker mit deutlich besserer Bilanz. In der Bundesregierung schnitt Entwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan (36, SPD) mit 64 Gramm CO2 pro Kilometer am besten ab. Bei den Ministerpräsidenten liegt Cem Özdemir (60, Grüne, Baden-Württemberg) mit 66 Gramm vorn. Im bundesweiten Parteienvergleich schafften es schließlich nur die Grünen zu einer „grünen Karte“.

Das Fazit der DUH fällt damit ernüchternd aus: Während vollelektrische Dienstwagen vergleichsweise geringe Emissionen verursachen, verschlechtern vor allem die Plug-in-Hybride die Klimabilanz der politischen Fuhrparks.