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Ich würde gerne optimistisch auf Deutschland blicken. Wirklich. Aber Optimismus setzt voraus, dass man einen Kurs erkennt, der in eine bessere Zukunft führt. Und genau das gelingt mir derzeit nicht.

Wir steuern seit Langem auf einen wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Abgrund zu. Doch statt endlich das Ruder herumzureißen, stürzt man sich bei der CDU lachend in die Kreissäge. Oder steht am Tag der Deutschen Einheit in einer Hotelbar und singt „Eisgekühlter Bommerlunder“, während die eigene Partei den Bach hinuntergeht.

Den Ernst der Lage für Deutschland, aber auch für sich selbst, hat die CDU noch immer nicht begriffen. Und wohin das führen wird, liegt auf der Hand:

In Berlin schmiedet die ultralinke Bürgermeisterkandidatin Elif Eralp gerade ein Linke-geführtes Rot-Rot-Grün-Bündnis. Dass die Linke ein von Antisemiten, Linksextremisten und Terrorunterstützern durchsetzter Haufen ist, schert hier offenbar niemanden mehr. Diskutiert wird aktuell die Frage, wie viel Judenhass für alle Beteiligten akzeptabel ist. Aber ich bin sicher: Da wird man in der Stadt, in der die Ermordung von sechs Millionen Juden geplant und beschlossen wurde, einen Kompromiss finden. Zwinkersmiley.

Und für die Bundes-Grünen ist diese unheilige Allianz ebenfalls ein Zukunftsmodell. Im „Zeit“-Interview schwärmt Grünen-Fraktionschefin Katharina Dröge, man „wäre sich in vielen Fragen einig“.

Es wäre ein Bündnis aus Antisemiten, Sozialisten, Ökosozialisten, Putin-Verstehern, Islamistenkuschlern und den ganz Linken der SPD als Mehrheitsbeschaffer.

Und was bleibt den Wählern, die das alles verhindern wollen?

Wenn die CDU jetzt nicht endlich in die Puschen kommt, werden noch mehr dieser Wähler ihre Stimme der AfD geben. R2G oder die in Teilen rechtsextreme, Putin-freundliche AfD: Beides würde Deutschland weiter nach unten ziehen. Pest oder Cholera. Aber darauf laufen wir zu.

In der INSA-Umfrage vom vergangenen Wochenende kommt die CDU auf nur noch lausige 18 Prozent und nähert sich damit der SPD mit ihren 14 Prozent an. Die Grünen kommen auf 14 Prozent, die Linke auf 10 Prozent. Und die AfD auf 30 Prozent.

Da die Brandmauer nach rechts steht, aber nicht nach links, ist klar, dass die CDU nur wieder regieren könnte, wenn sie mit SPD und Grünen koaliert. Wie das dann aussieht, erleben CDU-Wähler gerade. SPD und Grünen steht es aber weiter frei, sich mit der Mauerschützenpartei ins Bett zu legen.

Ich fürchte, viele Wähler werden ihre Bedenken und vielleicht auch ihre Abscheu herunterschlucken und der AfD eine Chance geben, damit sich endlich etwas ändert.

Bei der letzten Wahl hat die CDU schon rund eine Million Wähler an die AfD verloren, die SPD übrigens rund 700.000. Denn viele Wähler der ehemaligen Arbeiterpartei wollen keine linke Politik à la Klingbeil und Bas.

Wenn sich die Politik der Regierung nicht jetzt fundamental ändert, wird die nächste Bundestagswahl für beide ehemaligen Volksparteien zum Todesstoß werden.

Wer den Menschen dauerhaft nur die Wahl zwischen einer sozialistischen Koalition und der AfD lässt, braucht sich über dieses Ergebnis dann nicht mehr zu wundern.