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Berlin – Nach dem Blitz-Rücktritt von Unionsfraktionschef Jens Spahn (46, CDU) im Zuge der Leihmutter-Debatte tagt am Montag das CDU-Präsidium im Konrad-Adenauer-Haus in Berlin. Top-Thema: Wer folgt auf Jens Spahn (46)? CDU-Chef und Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) will (und muss!) die Nachfolge zügig regeln – schon am 29. Juli soll eine Entscheidung gefällt werden, wie er verlautbarte. Um 14 Uhr kommt die Fraktion in einer Sitzung zusammen, um den neuen Vorsitzenden zu wählen.

Als Top-Kandidat wird aktuell Kanzleramts-Chef Thorsten Frei (52, CDU) gehandelt. Sollte er es werden, wäre automatisch eine Kabinettsumbildung nötig. Es sind aber auch andere Namen im Gespräch – unter anderem der von CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann (48). Im Zuge der Nachfolge stehen möglicherweise auch weitere Personalentscheidungen an. Merz äußerte sich am Sonntag im ZDF-„Sommerinterview“ zum Thema Spahn-Nachfolge: „Es könnte eine Gelegenheit sein, noch einmal über die Aufstellung der Bundesregierung nachzudenken.“

Der Kanzler kam bereits um 7.45 Uhr im Konrad-Adenauer-Haus an. Auch Linnemann hält sich seit dem frühen Morgen in der Bundesgeschäftsstelle der CDU auf. Frei, einer der möglichen Nachfolger, erschien später am Morgen mit blauer Mappe unter dem Arm vor dem Konrad-Adenauer-Haus. Sein Weg zum Vorstellungsgespräch? Noch unklar. Die CDU bestätigte keine der Spekulationen um mögliche Nachfolger.

Spahn selbst fehlt bei der Sitzung

Jens Spahn wird nicht an der Sitzung teilnehmen, er befand sich in den vergangenen Tagen in New York (USA). Stattdessen ist der Parlamentsgeschäftsführer Steffen Bilger (46, CDU) im Präsidium dabei. Zu dem 25-köpfigen Gremium, das aktuell tagt, gehört neben dem Kanzler auch NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (51). Kurios: Auch Brandenburgs Innenminister Jan Redmann (46, CDU) nimmt an der Sitzung teil, ebenso wie Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Sven Schulze (46, CDU). Eine Pressekonferenz im Anschluss ist nicht geplant.

Erst Baby, dann Rücktritt

Spahn und sein Mann Daniel Funke (44) hatten am vergangenen Mittwoch exklusiv in BILD verkündet, dass sie durch eine Leihmutter in den USA Eltern eines kleinen Sohnes geworden sind. Baby Georg wurde von Spahn als „sein größtes Glück“ bezeichnet. Doch aus Partei und Öffentlichkeit gab es massenhaft Kritik. Das Thema Leihmutterschaft berührt eine der Kernbotschaften der CDU, ist mit dem christlichen Ethos der Partei nicht vereinbar – und in Deutschland verboten. Die Empörung in der Partei führte am Samstag zu Spahns Rücktritt.