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Rom – Aperol Spritz trinken in Italien Touris wie Einheimische. Und auch wenn zu Beginn jeden Sommers ein neuer Trendcocktail ausgerufen wird – an die Beliebtheit des Dolce-Vita-Drinks kommt keiner ran. Das lassen sich Gäste in Touristen-Hochburgen wie Rom, Florenz und Venedig fürs Glas inzwischen bis zu 16 Euro kosten.

Blöd nur, dass vielerorts nicht mehr das Original ausgeschenkt wird, sondern Billig-Bitter. Das hat den Campari-Konzern auf den Plan gerufen, zu dem die Marke seit 2003 gehört. „Wir beobachten, dass Bars und Restaurants orangefarbene Getränke servieren, oft vom Fass, die nicht unbedingt mit Aperol hergestellt werden“, klagt der Geschäftsführer der Aperitif-Sparte, Andrea Neri. Deshalb hat der Konzern auf dem umkämpften Heimatmarkt nun ein Treueprogramm für seinen wichtigsten Umsatzbringer gestartet (weltweit 785 Mio. Euro).

Nach dem Start in Padua, wo Aperol 1919 erfunden wurde, nehmen mehr als 2000 Gaststätten an dem Programm „Aperol Spritz: L’originale“ teil. Die italienischen Wirte verbürgen sich, dass in ihrem Aperol Spritz (drei Teile Prosecco, zwei Teile Aperol, ein Teil Sodawasser, dazu Eis und Orangenscheibe) tatsächlich Aperol verwendet wird. Im Gegenzug gibt es Werbematerial, Schulungen für Barkeeper und ein Zertifikat für die Eingangstür. Laut Neri ist eine Ausweitung des Treueprogramms auf Deutschland nicht geplant. (dpa/ias)