São Paulo (Brasilien) – Erschütternde Bilder aus Brasilien kursieren derzeit im Internet. Unzählige ausländische Medien berichten darüber. Eine junge Frau wird von drei Männern über die Brüstung einer 40 Meter hohen Brücke gehoben für einen sogenannten Rope-Jumping-Sprung (zu Deutsch: Pendelsprung von einer Brücke). Sie stürzt in die Tiefe, dann plötzlich Geschrei: Denn die 21-Jährige ist nicht gesichert. Sie überlebt diesen Extrem-Sprung nicht. Offenbar haben die Tourguides vergessen, das Sicherungsseil zu befestigen.
Bei dem Todesopfer soll es sich laut mehreren Medien um Maria R. aus Jandira im brasilianischen Bundesstaat São Paulo handeln. Die Sportwissenschaftsstudentin soll den sportlichen Kick geliebt haben. Nach Informationen der „Sun“ hat Maria den spektakulären Sprung offenbar Stunden vorher auf ihrem mittlerweile gelöschten Instagram-Account angekündigt. Sie soll ihr Identifikationsarmband gezeigt, sich mit Mitarbeitern des Anbieters fotografiert und verraten haben, dass sie von der Eisenbahnbrücke in Limeira (ebenfalls im Bundesstaat São Paulo) springen würde. Dabei soll sie aufgeregt gefragt haben: „Wer war der Verrückte, der mich von einer Brücke springen ließ?“
Hinweis der Redaktion
Das weiter unten stehende Video in diesem Artikel soll das tödliche Unglück in Brasilien zeigen. Die Aufnahmen könnten für manche Leser belastend sein. BILD bricht das Video bewusst vor dem Todessturz ab.
Auch ihr tödlicher Unfall soll auf Fotos und Videos festgehalten worden sein. Die Aufnahmen sollen drei Männer zeigen, die Maria in die Luft heben. Zwei der Männer laufen offenbar mit der jungen Frau über dem Kopf auf einen Vorsprung, gehen wenige Schritte und werfen sie mit dem Kopf voran von der Brücke. Dann hört man plötzlich panisches Geschrei, einer sagt: „Oh shit!“ Denn an der jungen Frau ist kein Seil befestigt, das sie sichert. Das Seilende soll noch auf der Brücke gelegen haben, die Männer hatten offenbar vergessen, es zu befestigen.
Frau stürzte 40 Meter tief
Die Brasilianerin stürzte ungesichert etwa 40 Meter in die Tiefe, schlug auf dem harten Boden auf. Sie hatte keine Überlebenschance. Ihr Verlobter, der alles mit angesehen hatte, erlitt einen Schock. Die Militärpolizei nahm zunächst sechs Männer fest. Wie das brasilianische Portal „O Globo“ berichtet, hatten zwei der Männer versucht, zu fliehen. Sie wurden demnach von einem Hubschrauber aufgespürt und abgeführt.
Rope-Jumping auf der Brücke verboten
Laut „O Globo“ wurden jetzt drei Beschuldigte wegen Totschlags angeklagt: „Es handelte sich um ein Team ohne jegliche Genehmigung, das nicht einmal die Erlaubnis hatte, dort zu sein“, sagte Ermittlerin Andrea Dantas Levy dem brasilianischen Portal. Die Eisenbahnbrücke, die nie in Betrieb genommen worden war, gilt als Hotspot von Abenteurern. Rope-Jumping ist auf der Brücke zwar verboten, wird aber regelmäßig von Tourenveranstaltern beworben und angeboten.