Berlin – Möglichst buschig und dicht, schön grün und eine Spitze, die sich sehen lassen kann: Es ist zwar erst Oktober, doch schon in wenigen Wochen beginnt die Jagd nach dem schönsten Weihnachtsbaum. Für die traditionelle Weihnachtsdekoration müssen wir in diesem Jahr aber tiefer in die Tasche greifen.
Schlechte Nachricht zum Weihnachtsfest: „Die Verbraucherpreise für Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr – je nach Anbieter, Qualität und Region – voraussichtlich um drei bis fünf Euro pro Meter steigen“, teilt der Verband natürlicher Weihnachtsbäume mit.
Das kostet die Nordmannntanne 2026
Kosten in vielen Bereichen hätten sich erhöht, so der Verband. Etwa für Logistik, Löhne, Pflanzenschutz und Verpackung. Zudem verringern Betriebe ihre Produktionsflächen, die Mengen gehen zurück. Die Preisspannen dürften bei der Nordmanntanne als beliebtester Baumart bei 25 bis 33 Euro je Meter liegen. Im letzten Jahr lag der Preis bei 23 bis 30 Euro pro Meter.
Das bestätigt auch Christian Mai, Geschäftsführer des Werderaner Tannenhofs aus Brandenburg. An den Verkaufsständen wird der Baum teurer, weil etwa die Spritkosten höher sind. Eine 1,75 Meter große Nordmanntanne in Premiumqualität wird dort in diesem Jahr 49,90 Euro kosten – im Vorjahr waren es 46 Euro. Der Werderaner Tannenhof kauft auch Bäume zu.
Der trockene und heiße Sommer könnte in den kommenden Jahren zum Problem werden. Die Preise könnten weiter steigen. „Gerade frisch gepflanzte Nordmanntannen haben in einigen Regionen deutlich unter der Trockenheit gelitten, teilweise gab es auch Ausfälle“, sagt Karoline Leu von den Späth'schen Baumschulen in Berlin. Ein Weihnachtsbaum braucht in der Regel acht Jahre oder länger, bis er verkauft wird. Die Auswirkungen zeigen sich also erst in den kommenden Jahren.
Spartipps der Experten
Auch beim Weihnachtsbaum gibt es die Option, ein paar Euro zu sparen. Laut Christian Mai ist der Baumpreis vielerorts geringer, wenn man die Säge selbst in die Hand nimmt. Bei ihm wird ein vergleichbarer 1,75-Meter-Baum zum Selberschlagen 45,50 Euro kosten. Auch wer kleinere Makel akzeptiert, kommt etwas günstiger weg.
Gärtnermeister Matthäus Schubert aus Grüntal empfiehlt: Die Nordmanntanne gilt zwar als beliebtester Weihnachts-Klassiker. Die Blaufichte sei aber eine gute Alternative, sagt er. Sie ist fast genauso lang haltbar wie die Nordmanntanne, riecht intensiver, kostet aber deutlich weniger.