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damals, vor sehr vielen Jahren, gehörte Mut dazu, als Junge seine Homosexualität nicht zu verstecken. Ab den frühen 80ern wurden Sie ein großer Star, halb schönes Mädchen, halb schöner Mann, mit Nummer-1-Hits, Drogenproblemen und dem Gesicht auf dem Cover des „Rolling Stone“. Heute sind Sie 65 und clean. Sie haben einen Song veröffentlicht, in dem Sie sich zu Israel bekennen. Der Song heißt „We will dance again“. Mit diesem Satz sprechen Überlebende des Massakers vom 7. Oktober einander Mut zu. Einer der Schauplätze dieses Verbrechens war ein Musikfestival, Supernova. Ein Textbeispiel aus dem Song. Ihr sagt: Völkermord. Ich sage: Krieg. Wenn du angegriffen wirst, ist die Armee dazu da. Wird es hässlich? Ganz bestimmt. Denn ich weiß, Ihr wollt jeden von uns töten.

So, sage ich, wie die Hamas am liebsten jeden Teilnehmer des Berliner Christopher Street Day töten würde. Sie, Boy George, werden jetzt mit Hass bombardiert. Ihre Antwort: „Aufgrund meiner Entscheidung, für meine jüdischen Freunde einzustehen, verliere ich einige Menschen aus meinem Leben. Heute habe ich mich von Tony Pontius getrennt, der mein Plattenlabel leitete. Er sagte: Ich will nichts mit diesem Song zu tun haben. Ich antwortete: Ok, wir sind fertig. Wenn jemand feige ist, tut es nicht weh, sich zu verabschieden.“ Sie werden Fans verlieren und neue Fans gewinnen. Ich gehöre zu Letzteren.

Hochachtungsvoll Ihr Harald Martenstein

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