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Berlin – Nahost-Zoff, Enteignungswahn und ein neuer Boss – beim Parteitag der Linken in Potsdam ist am Wochenende ordentlich Zündstoff geboten. Doch die Genossen wären nicht die Genossen, wenn sie nicht noch zahlreiche Änderungsanträge für das neue Parteiprogramm nachgeschoben hätten. Vom Bordell-Verbot bis zum Streichelzoo: BILD zeigt die irrsten Linken-Forderungen.

Bordell-Verbot für Genossen

Im Antrag „Freier sind keine Genossen“ fordert u.a. der Kreisverband Köln, Bordell-Besuche als Akt „rassistischer und kapitalistischer Ausbeutungsverhältnisse“ anzuerkennen. Wer als Linken-Mitglied künftig ein Bordell besucht, würde dann gegen den Grundsatz der Partei handeln – und ausgeschlossen werden.

Algen für die Armen

Die „Ökologische Plattform“ will die Grundnahrungsmittel neu definieren. Die aktuellen Produkte (Fisch, Fleisch, Milch) seien „veraltet und von Lobbyinteressen geprägt“. Künftig sollen nur noch Lebensmittel wie Getreide, Hülsenfrüchte, Obst, Gemüse, Algen, pflanzliche Öle und Babynahrung gelten und von der Mehrwertsteuer befreit werden. Grund: Derzeit würden „arme Menschen gezwungen, statt zu Obst und Gemüse zu ungesunden Fleischprodukten zu greifen“.

Streichelzoos zwangsräumen

Die Arbeitsgruppe Tierrechte fordert: Zoos, Aquarien, Streichelzoos dichtmachen! Stattdessen sollen sich Kinder 3D-Simulationen anschauen. Die Forschung sieht zwar durchaus positive Aspekte an Zoos – habe laut Antrag aber unrecht: „Die Verhaltensstudien sind von fehlerhaften Eindrücken geprägt. Die Tiere haben sich ein Verhalten angeeignet, das sie in freier Natur nie erlernt hätten.“

Keine Verstöße gegen die Gesetze der Physik

Die Gesetze der Physik sollen künftig auch für Linke gelten. Die „Ökologische Plattform“ fordert, das neue Parteiprogramm auf die „Vereinbarkeit mit der physikalischen Realität“ zu prüfen. Alle Forderungen sollen künftig die „planetaren Grenzen“ (sprich: natürliche Ressourcen) einhalten. Die seien nämlich überschritten, was neben dem Klima auch „den Sozialismus bedroht“.

Queer-Quote auf allen Ebenen

Identitätspolitik ist bei den Linken seit Langem Usus. Neben der Frauenquote soll es jetzt auch eine Queer-Quote geben, fordern Mitglieder aus Sachsen. „Für Wahlen auf Bundesebene soll es zukünftig eine Liste zur Sicherung der Mindestquotierung für queere Menschen geben.“

Berüchtigter Antisemit soll zurückkommen

Der Parteiausschluss von Ramsis Kilani war ein seltener Lichtblick im Kampf gegen den Antisemitismus bei den Berliner Linken. Kilani verharmloste das Massaker der Hamas vom 7. Oktober und war eine treibende Kraft hinter antisemitischen Demonstrationen in Berlin, die die radikal-islamistische Hamas verherrlicht haben. Trotzdem will der Kreisverband Freiberg Kilani wieder aufnehmen! Ramsis sei Opfer von Rassismus, seine Familienmitglieder seien „vom israelischen Militär getötet“ worden. Belege? Fehlanzeige.

Aber: Der Antrag ist nach BILD-Informationen nicht mehrheitsfähig. Im Gegenteil: Im Antrag „Nie wieder“ heißt es: „Für Solidarität mit Jüdinnen und Juden – gegen jeden Antisemitismus“. Dutzende Mitglieder fordern darin, sich stärker gegen Judenhass in Deutschland zu engagieren. Auch Parteichefin Ines Schwerdtner forderte vor dem Parteitag rote Linien gegen Judenhass.