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München – Wer bei BMW lange gearbeitet und gut verdient hat, kann jetzt offenbar den Jackpot knacken! Der Autobauer will weltweit bis zu 8000 Stellen abbauen, davon einen Großteil in Deutschland. Dafür soll BMW ein Freiwilligenprogramm aufgelegt haben: Mitarbeiter konnten sich in den vergangenen Tagen ein persönliches Abfindungsangebot machen lassen. Es wäre ein goldener Handschlag! Denn BMW hat für das gesamte Programm nach BILD-Informationen Beträge im Milliarden-Bereich eingeplant!

Laut Informationen aus internen Kreisen winken älteren Mitarbeitern, die lange dabei waren, rund 50.000 Euro für jedes Jahr Betriebszugehörigkeit. Wer ein Dutzend Jahre im Konzern war, kann bis zu 600.000 Euro kassieren.

Ansturm bringt BMW-Intranet zum Absturz

Der Ansturm auf die Angebote war offenbar so groß, dass BMW die Aktion zunächst stoppen musste. Demnach war das interne Mitarbeiterportal zeitweise sogar komplett überlastet. Die eingegangenen Anträge müssten nun erst einmal bearbeitet werden. Ein BMW-Sprecher bestätigte das große Interesse, nannte aber keine weiteren Details. Intern soll der Vorgang jedoch für große Unruhe gesorgt haben.

Insgesamt sollen rund 50.000 der etwa 84.000 BMW-Beschäftigten in Deutschland eingeladen worden sein, sich ein Angebot berechnen zu lassen. Wie genau die Abfindungen kalkuliert werden, hält der Konzern unter Verschluss. Klar ist nur: Einkommen, Alter und Dauer der Betriebszugehörigkeit spielen eine wichtige Rolle.

So viel will BMW langfristig sparen

Für BMW wird der Stellenabbau zunächst teuer. Der Konzern rechne mit Kosten im dreistelligen Millionenbereich. Nach BILD-Informationen aus internen Kreisen ist die Summe jedoch weit höher. Für 2026 soll eine Milliarde Euro eingeplant worden sein. Für 2027 soll sogar noch mehr Geld fließen. Langfristig soll sich das jedoch auszahlen: Ab 2028 will BMW nach Unternehmensangaben rund eine Milliarde Euro jährlich sparen.

Besonders betroffen sind laut Bericht die Bereiche Verwaltung sowie Forschung und Entwicklung. Wie BILD erfuhr, soll eine komplette Abteilung innerhalb der Gruppe „Autonomes Fahren“ – im Konzern fungiert sie offenbar unter der Bezeichnung „Radar“ (fertigen Sensoren, Anm. d. Red.) – das Abfindungsangebot angenommen haben. Ob der Konzern zugestimmt hat, ist unklar. BMW äußerte sich auf eine kurzfristige BILD-Anfrage dazu bisher noch nicht.

Der Autobauer setzt auch zunehmend auf Künstliche Intelligenz und will Arbeitsabläufe effizienter machen. Außerdem sinkt nach dem Anlauf der neuen Modellgeneration „Neue Klasse“ offenbar der Bedarf an Entwicklungsarbeit. Bemerkenswert: Während viele Autobauer händeringend nach Sparmöglichkeiten suchen, hat BMW offenbar ein Luxusproblem: Es wollen deutlich mehr Mitarbeiter gehen als erwartet.