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Washington – Der Friedensdeal zwischen den USA und dem Iran sorgte zunächst für weltweites Aufatmen – die Bilanz des Kriegs aber ist verheerend. US-Präsident Donald Trump (80) befahl den Angriff am 28. Februar. Er erhoffte sich mit Israel als Partner einen Blitzkrieg mit einem raschen Kollaps des Mullah-Regimes. Stattdessen stolperten die USA in ein blutiges Nahost-Schlamassel mit Tausenden Toten, Hunderten Milliarden an Kriegskosten und explodierenden Spritpreisen.

Krieg forderte Tausende Tote

Laut iranischen Angaben kamen in dem Kriegsland mehr als 3000 Menschen um. Tragischster Einzelvorfall: Bei einem irrtümlichen Bombenangriff auf eine Schule gab es 175 Todesopfer, darunter viele Kinder. Beim gleichzeitigen Israel-Krieg gegen die Terrormiliz Hisbollah im Libanon gab es 3700 Opfer. Auf US-Seite starben 13 Soldaten: sechs in Kuwait bei einem Drohnenangriff, sechs weitere beim Absturz eines Tankflugzeugs im Irak und einer in Saudi-Arabien.

Kosten und Schäden eskalierten

Der Iran-Krieg soll US-Steuerzahler und Verbraucher 132 Milliarden Dollar gekostet haben, schätzt „Moody’s Analytics“. Eingerechnet sind Militärausgaben, höhere Energie- und Rohstoffpreise sowie Zinsfolgen. Der Iran hatte etwa bei Gegenangriffen amerikanische Nahost-Basen schwer beschädigt. Die Gesamtkosten hier allein: bis zu 25 Milliarden Dollar. Im Iran selbst wird der Schaden an Wirtschaft und Infrastruktur auf bis zu 250 Milliarden Dollar taxiert.

Schockpreise an der Zapfsäule

In den USA schoss der Benzinpreis um rund 50 Prozent nach oben, Konsumenten zahlten laut Berechnungen der Brown University in den letzten 15 Wochen allein deshalb 60 Milliarden Dollar mehr (460 Dollar pro Haushalt). Der Ölpreis war wegen der Hormus-Blockade streckenweise auf bis zu 126 Dollar pro Barrel für Brent-Rohöl geschnellt (75 Dollar vor dem Krieg). Höhere Treibstoffpreise verteuerten Flugtickets, Transportkosten, Rohstoffe, Industriegüter und Lebensmittel. In den USA schnellte die Inflation im Mai auf 4,2 Prozent.

Globale Ölkrise: 1,1 Mrd. Barrel fehlen

Dreieinhalb Monate war die wichtige Ölroute weitgehend dicht. Laut der Analysefirma Kpler gingen für die Weltwirtschaft 1,1 Milliarden Barrel Öl verloren. Länder zapften ihre Notreserven an. Die sanken zuletzt auf gefährliche Tiefstände: Die US-Notreserve fiel auf ein 43-Jahre-Tief. Im US-Öllager in Cushing (Oklahoma) blieb in leeren Tanks nur mehr Ölschlamm. Auch mit der Hormus-Öffnung ist die Krise nicht ausgestanden: Seeminen müssen beseitigt werden, der Schiffsverkehr muss erst wieder in Schwung kommen. Öl-Experte Andrew Lipow schließt neue Ölpreisanstiege gegenüber BILD nicht aus: „Mit den globalen Notvorräten nahe dem Mindestniveau bleibt die Gefahr für Engpässe bestehen!“

Jedenfalls: ALLE Kosten aufaddiert belaufen sich öffentlichen Schätzungen zufolge auf 542 Milliarden bis 1,73 Billionen Dollar. Konservativ geschätzt könnte also der 15-Wochen-Krieg gegen den Iran die Welt mehr als eine Billion Dollar gekostet haben. Trumps „Epische Wut“, der Name der Militäroperation, wurde teuer …