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Washington – Wer in die USA reisen oder dort arbeiten will, könnte bald noch tiefer durchleuchtet werden. Die Regierung von US-Präsident Donald Trump (80) plant offenbar, die Kontrolle von Social-Media-Konten bei der Visa-Vergabe deutlich auszuweiten.

Wie das Portal „The Daily Signal“ unter Berufung auf interne Regierungsunterlagen berichtet, sollen künftig weitere Visa-Bewerber – darunter auch ausländische Journalisten – ihre Instagram-, Facebook- oder X-Profile öffentlich zugänglich machen. Demnach müssten Antragsteller ihre Konten von „privat“ auf „offen“ stellen.

Eine offizielle Bestätigung der neuen Pläne gibt es bislang nicht. Allerdings teilte die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt (28), den Bericht auf ihrem X-Konto – ohne ihn ausdrücklich zu bestätigen.

Das US-Außenministerium hält sich bedeckt. Auf Anfrage erklärte ein Sprecher: „Bei der Überprüfung der Online-Präsenz geht es darum, dass Antragsteller ihre Berechtigung für ein Visum nach US-Recht nachweisen und sichergestellt wird, dass keine Person ein Risiko für die Sicherheit der Vereinigten Staaten darstellt.“

Aufenthaltsdauer soll beschränkt werden

Schon heute müssen Antragsteller bestimmter Visa-Kategorien – etwa für Studentenvisa – ihre Online-Konten offenlegen. Nach dem Bericht soll diese Pflicht nun auch auf weitere Gruppen wie ausländische Medienvertreter ausgeweitet werden.

Erst im vergangenen Monat hatte die Trump-Regierung angekündigt, die Aufenthaltsdauer für ausländische Journalisten und Studenten einzuschränken. Studentenvisa sollen künftig auf höchstens vier Jahre begrenzt werden. Für ausländische Journalisten ist eine maximale Aufenthaltsdauer von 240 Tagen vorgesehen – mit der Möglichkeit, eine Verlängerung zu beantragen.

Auch für Touristen könnten bald strengere Regeln gelten. In Kürze werden verschärfte Einreisebestimmungen erwartet – unter anderem für deutsche Reisende. Nach den bereits zu Jahresbeginn vorgestellten Plänen sollen auch sie künftig ihre Nutzung sozialer Netzwerke offenlegen müssen.