TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Landstuhl (Rheinland-Pfalz) – Es ist eine tiefe Trauer, die kaum mit Worten zu beschreiben ist. Ein unermesslicher Schmerz. Ihr geliebter Sohn Marius (22) wurde vergangene Woche von einem Afghanen in Trier getötet, anscheinend ohne Grund. Jetzt haben die Eltern des Studenten eine bewegende Traueranzeige veröffentlicht.

Darin ist ein junger Mann am Meer zu sehen, der in den Sonnenuntergang blickt. Daneben stehen die Worte: „Durch ein unfassbares Verbrechen haben wir unser Kind verloren.“ Gefolgt von dem Satz: „Unsere Herzen sind gebrochen!“ Es trauern: Mama, Papa und Johannes. Das ist der Bruder von Student Marius Dick (22), der mitten in Trier (Rheinland-Pfalz) von dem vermeintlich gut integrierten, gleichaltrigen Afghanen Sajad M. erstochen wurde.

Abschied mit Foto von Marius im Sonnenuntergang

Vater Thomas Dick (59) zu BILD: „Wir haben das Foto für die Traueranzeige ganz bewusst ausgesucht. Es entstand bei unserem Urlaub im Jahr 2024 in Holland.“ Mutter Elke Dick (56) ergänzt: „Auf dem Foto sieht es so aus, als ob sich Marius von uns verabschiedet, er läuft in den Sonnenuntergang und kommt in einer anderen Dimension vielleicht mal zurück.“

Tödlicher Stich ins Herz nahm ihnen den Sohn

Die Bluttat hat Deutschland erschüttert. Geschichtsstudent Marius kam am 15. Juli gegen 9.55 Uhr vom Einkaufen im Supermarkt, als er auf offener Straße attackiert wurde. Afghane Sajad M. (ebenfalls 22) ging mit einem großen Küchenmesser auf ihn los. Ein Stich traf den Studenten mitten ins Herz. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass Marius ein „Zufallsopfer“ war.

Der Killer hat die Tat gestanden, zum Motiv schweigt er. Ein Richter ordnete statt U-Haft eine Unterbringung in der geschlossenen forensischen Psychiatrie an, da M. zuletzt in psychiatrischer Behandlung war. Seine Schuldfähigkeit soll ein Gutachten klären. Weiterhin wird wegen Totschlags gegen ihn ermittelt.

Marius’ Eltern hoffen, dass sein Tod etwas ändert

Trotz ihrer tiefen Trauer hat sich die Familie entschieden, über Marius zu sprechen. „Er soll nicht vergessen werden und sein Tod soll nicht folgenlos bleiben“, sagt sein Vater eindringlich zu BILD. Mutter Elke, seit Jahren ehrenamtlich in der CDU engagiert, fordert „echte Lösungen, damit so etwas nie wieder passieren kann und der nächste Mord vermieden werden kann“.

Trauerfeier und Beerdigung am Samstag

Die Trauerfeier für den getöteten Studenten findet am Samstag um 11 Uhr in der katholischen Kirche St. Markus in seiner Heimatstadt Landstuhl statt. Danach wird sich die Familie in einem Ruhehain versammeln, um Marius auf seinem letzten Weg zu begleiten. Es ist ein Abschied für immer.