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Minsk (Belarus) – Überraschende Aussagen von einem der besten Freunde und wichtigsten Verbündeten von Kreml-Kriegsherr Putin! Der Belarus-Diktator von Putins Gnaden, Alexander Lukaschenko (71), scheint von seinem Seniorpartner abzurücken – und fordert plötzlich von der Ukraine und auch von Russland „Kompromissbereitschaft“!

Setzt sich Lukaschenko vom Kreml ab? Oder war das mit Wladimir Putin (73) zuvor abgesprochen? In jedem Fall: Der Mann, der jahrelang auch als Drohkulisse Moskaus gegenüber der Ukraine diente, schlägt neue Töne an. Denn wäre Minsk an der Seite Putins in den Krieg gegen das südliche Nachbarland Ukraine eingetreten, hätte das für Kiew eine strategisch bedrohliche Zange bedeutet.

Davon kann nach aktuellen Interview-Aussagen des Machthabers von Putins Gnaden keine Rede mehr sein! Im Gegenteil: „Die Ukraine hat von Belarus aus nichts zu befürchten“, sagt Lukaschenko im Gespräch mit dem Fernsehsender Al Arabiya aus Dubai. Und gibt sogar zu: „Belarus ist militärisch verwundbar.“

Lukaschenko rudert nicht nur von Drohgebärden der jüngeren Vergangenheit zurück, sondern bittet sogar den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj (48) um Entschuldigung dafür, sich zu harsch gegenüber Kiew geäußert zu haben.

Obwohl er viele der russischen Propaganda-Behauptungen auch in diesem Interview wiederholt, sagt er auch: Ein militärischer Sieg sei für beide Seiten im Ukraine-Krieg unrealistisch. Das gleiche gelte allerdings auch für andere Konflikte, etwa im Nahen Osten.

Ist Lukaschenko von Angst getrieben?

Was könnte hinter diesen Äußerungen stecken? Die immer stärkere Ukraine-Armee! Denn Lukaschenkos Aussagen tragen auch der Realität auf dem Schlachtfeld Rechnung: Während die Vorstöße der russischen Invasionsarmee ins Stocken geraten sind, schlägt die Ukraine inzwischen dank moderner Drohnen tief im russischen Landesinneren zu. Auch die Nachschubwege zur russisch besetzten Krim greift die Ukraine an, erschwert den Russen damit, ihre Stellungen zu halten.

Mehr noch: Die Ukraine hatte auch Belarus gedroht. Ein hochrangiger Kommandeur der Drohnenstreitkräfte erklärte, seine Offiziere hätten 500 mögliche Ziele in Belarus identifiziert. Er warnte Lukaschenko, sich aus dem Krieg herauszuhalten.

Offenbar will der Belarus-Herrscher alles tun, um einen offenen Konflikt mit der Ukraine zu vermeiden. Mit seinen Interview-Aussagen reagiert Lukaschenko nicht nur auf die Drohungen aus der Ukraine, sondern rät seinem Kumpel Putin sogar, den Krieg mit Kompromissen zu beenden.