TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Berlin – Die seit dem 29. Juni 2026 vermisste Mia aus Berlin ist wieder da. Das Kind tauchte am Mittwochmorgen plötzlich wieder in der Schule auf. Laut Polizei erschien das Kind selbstständig und unversehrt in der Schule. „Sie wurde im Anschluss wieder ihrer Mutter übergeben“, sagte ein Polizeisprecher. Und weiter: „Nach eigenen Angaben habe sie sich im Kreise ihrer Familie aufgehalten.“

Das Mädchen war am Montag vor einer Woche morgens von einem Fahrdienst an der Anna-Seghers-Schule an der Radickestraße in Berlin-Adlershof abgesetzt worden. Doch in der Klasse kam Mia nicht an. Als sie am Nachmittag wieder abgeholt werden sollte, stellte sich heraus: Das Kind ist weg. Seither war es verschwunden.

Die Vermisstenstelle des Landeskriminalamtes fahndete seit Dienstag (30. Juni) mit einem Foto nach der Schülerin. Über ihre Anwältin hatte die Mutter des vermissten Mädchens kurz darauf ein aktuelleres Bild verbreiten lassen.

Wo Mia war, bleibt unklar

Hintergrund könnte ein Sorgerechtsstreit der Eltern sein. Mia war nach Angaben der Anwältin vorübergehend in Obhut des Jugendamtes und zuletzt in einer Einrichtung in Berlin-Weißensee untergebracht.

Wegen des weiten Weges zu ihrer Schule in Berlin-Adlershof, die in Wohnortnähe des Vaters liegt, war das Mädchen von einem Fahrdienst an der Schule abgesetzt worden. Im Gebäude kam Mia aber nicht an. Die Mutter befürchtete laut ihrer Anwältin, dass ihre Tochter vom Vater entführt worden sein könnte. Nach BILD-Informationen stammt der Mann vom Balkan und hat dort auch Familie. Unter welchen Umständen das Kind die vergangene Woche verbracht hat, teilte die Polizei nicht mit.