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Berlin – Erst brüllte er Todesdrohungen gegen Juden, dann zeigte er den Hitlergruß. Widerliche Hass-Attacke mitten in Berlin!

Am Freitag letzter Woche gegen 20 Uhr: Pasha Lyubarsky (47), ein orthodoxer Jude, ist auf dem Weg in die Synagoge zum Schabbat. Er trägt eine Kippa. Aufgrund seiner Kopfbedeckung fällt er an der Kreuzung Bernauer Straße/Brunnenstraße zwei jungen Männern auf, einer von ihnen arabischstämmig. Lyubarsky zu BILD: „Als ich die Brunnenstraße Richtung Synagoge weitergelaufen bin, rief der Araber: ,Fuck Jews!‘ und ,I will kill you!‘“

Da die beiden rund 70 Meter weit weg gewesen seien, habe er sich zunächst keine großen Sorgen gemacht. „Wir hören Sprüche wie ,Free Palestine‘ und ,Free Hamas‘ fast jedes Mal, wenn wir zur Synagoge gehen“, so Lyubarsky.

Er rief „I will kill you!“, dann zeigte er den Hitlergruß

Vor der Synagoge fand an dem Freitag eine Mahnwache gegen Israelhass statt. Seit dem 18. Oktober 2023, als kurz nach der Hamas-Terrorattacke auf Israel Molotow-Cocktails auf die Synagoge geworfen wurden, wird sie dort einmal monatlich abgehalten.

Die jungen Männer hatten mittlerweile die Straßenseite gewechselt und offenbar noch nicht genug. Der Arabischstämmige zeigte den Menschen, die dort standen, von der anderen Straßenseite mehrfach grinsend den Hitlergruß. Weil Pasha Lyubarsky als Orthodoxer am jüdischen Ruhetag kein Handy dabeihatte, filmte nicht er, sondern ein Teilnehmer der Mahnwache die Hass-Geste. Das Video wurde anschließend auf X geteilt.

Lyubarsky: „Der hat das ganz stolz gemacht und hatte offenbar gar kein Problem damit, dass man ihn filmt. Da es eine angemeldete Mahnwache war, waren auch Polizisten da. Die stellten dann die Identitäten der beiden fest.“ Auf einem Foto ist zu sehen, wie der Hitlergruß-Pöbler in einem Polizeiwagen sitzt. Und er wirkt nicht so, als bereue er seine Tat. Die Polizei Berlin bestätigt gegenüber BILD den Vorfall, will aber wegen laufender Ermittlungen keine weiteren Auskünfte geben.

„Nazi-Ideologie bezogen auf Juden“

Pasha Lyubarsky schüttelt den Kopf. „Diese Pro-Palästina-Leute unterstützen diese Leute, aber die wachsen mit Nazi-Ideologie bezogen auf Juden auf.“ Im Nachhinein erfuhr er, dass der junge arabische Mann offenbar ein Messer dabeihatte.

Hat er keine Angst? „Es hätte schlimmer ausgehen können – keine Ahnung, wozu er bereit war. Ich bin gewöhnt an solche Sachen, mache mir aber Sorgen, wenn solche Vorfälle zur Normalität werden. Ich habe eine Familie, Kinder. Es ist ein Dilemma: Das zu verfolgen, bringt Gefahr, man wird exponiert. Aber wenn man das nicht macht, laufen die ohne Konsequenzen weiter.“