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Berlin – Berlins marode Polizeiautos bremsen jetzt sogar Abschiebungen aus! Mehrere geplante Rückführungen konnten nicht wie vorgesehen durchgeführt werden. Der Grund: Die Beamten kamen teilweise gar nicht erst los. Die Polizeigewerkschaften schlagen wegen des Fuhrparks Alarm.

Der Landeschef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Frank Teichert, berichtet gegenüber der WELT (gehört wie BILD zu Axel Springer), dass seine Kollegen teilweise schlicht nicht zu den Menschen fahren konnten, die an diesem Tag abgeschoben werden sollten. Die Folge: „Jede Abschiebeoffensive verkehrt sich an der Basis in Realsatire.“ Rund fünf Prozent der Polizeifahrzeuge sind derzeit nicht betriebsbereit. Laut Teichert erfüllt mehr als die Hälfte der Wagen mindestens ein Kriterium für eine Aussonderung.

Auch die Gewerkschaft der Polizei (GdP) schlägt Alarm. Sprecher Benjamin Jendro (37) kritisiert, der Fuhrpark sei „über Jahre kaputtgespart“ worden. Diese Fahrzeuge seien „nicht gerade ungefährlich“, sagt Jendro der WELT. Polizisten hätten im Alltag unter anderem mit verschlissenen Bremsen zu kämpfen. Gleichzeitig sei der Fahrzeug-Etat noch auf dem Niveau von 2016/17.

Jedes fünfte Feuerwehrfahrzeug ist nicht einsatzbereit

Das Problem kostet Berlin inzwischen Millionen. 2025 gab die Polizei rund fünf Millionen Euro allein für Kraftstoff aus. Knapp 500.000 Euro davon waren nicht eingeplant. Für 2026 wird mit einem zusätzlichen Bedarf von über zwei Millionen Euro gerechnet. Die Ausgaben für Fremdwerkstätten schossen gleichzeitig von rund fünf Millionen Euro im Jahr 2024 auf knapp acht Millionen Euro 2025 hoch.

Doch nicht nur die Polizei kämpft mit ihrem Fuhrpark. Bei der Berliner Feuerwehr ist die Lage noch drastischer: Jedes fünfte Fahrzeug ist laut der „Berliner Morgenpost“ derzeit nicht einsatzbereit. Die Innenverwaltung bestreitet trotzdem, dass die Einsatzfähigkeit gefährdet sei. Bei der Feuerwehr würden Ausfälle durch Reservefahrzeuge aufgefangen.