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Washington (USA) – Donald Trump macht den Weg frei für einen heiklen Atom-Deal mit Saudi-Arabien! Der US-Präsident hat Medienberichten zufolge eine Vereinbarung gebilligt, die dem Königreich künftig die Anreicherung von Uran für sein ziviles Atomprogramm ermöglichen könnte. Die Entscheidung ist noch nicht offiziell verkündet, könnte aber bereits am heutigen Mittwoch bekanntgegeben werden. Zuerst berichtete das „Wall Street Journal“ über den Deal, der bei Kritikern Sorge vor einem nuklearen Wettrüsten ausgerechnet im Nahen Osten auslöst.

Wie zwei mit der Entscheidung vertraute Personen der Nachrichtenagentur AP bestätigten, soll das Abkommen für 30 Jahre gelten. Außerdem sollen US-Firmen am Aufbau des saudischen Atomprogramms beteiligt werden – dazu zählt möglicherweise auch der Bau einer Anlage zur Urananreicherung. Einzige Hürde: Bevor der Deal in Kraft treten kann, muss der US-Kongress zustimmen. Und dort könnte es durchaus Widerstand geben.

Kritiker befürchten, dass Saudi-Arabien mit eigener Urananreicherung neue Risiken für die weltweite Verbreitung von Atomtechnik in einer ohnehin von Krisen gebeutelten Region schaffen könnte. Zwar ist Saudi-Arabien Mitglied der Internationalen Atomenergie-Organisation (IAEA), doch nach AP-Informationen soll im Abkommen ein Zusatzprotokoll fehlen, das weitergehende Kontrollen, Inspektionen und Überprüfungen ermöglicht.

USA machten auch Deal mit Emiraten

Auch die Vereinigten Arabischen Emirate schlossen mit den USA ein Abkommen zum Bau des Kernkraftwerks Barakah – doch anders als Saudi-Arabien verzichteten die Emirate dabei auf eine eigene Urananreicherung. Das Vorgehen gilt als Vorbild für Staaten, die Atomenergie friedlich nutzen wollen. Und dennoch: Ein Risiko bleibt. Im Mai 2026 traf eine Drohne einen externen Generator in der Anlage Barakah. Nur durch Zufall gab es keine größeren Schäden.

Heikel ist der Deal mit den Saudis aber auch, weil die USA den Krieg gegen den Iran auch damit begründeten, dass die Islamische Republik an der Anreicherung von atomwaffenfähigem Uran gehindert werden soll. Der Iran erklärt seit Jahren, sein Atomprogramm diene ausschließlich friedlichen Zwecken. Vor Kriegsbeginn im Februar 2026 gingen internationale Experten aber davon aus, dass das Land kurz davor war, atomwaffenfähiges Uran zu besitzen.

Will Saudi-Arabien Atommacht werden?

Experten warnen, dass bereits der Betrieb von Zentrifugen in Saudi-Arabien dem Königreich den Weg zu einem Waffenprogramm ebnen könnte. Der faktische Machthaber des Landes, Kronprinz Mohammed bin Salman, hatte bereits früher angedeutet, dass er diesen Weg einschlagen könnte, falls der Iran eine Atombombe erhalten sollte.

Saudi-Arabien und Pakistan hatten schon vergangenes Jahr einen Verteidigungspakt geschlossen, der auch als Warnung an Israel – de facto die einzige Atommacht im Nahen Osten – verstanden werden kann. Pakistan werde sein Atomprogramm, wenn nötig, auch Saudi-Arabien „zur Verfügung stellen“, hieß es. Weder Pakistan noch Israel haben den Atomwaffensperrvertrag unterzeichnet.