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Ellwangen/Dischingen – Gute Nachrichten für die Belegschaft: Die Batteriesparte des insolventen Traditionsunternehmens will mit neuer Power durchstarten – in eigener Regie! Rund 990 Jobs sollen so erhalten bleiben. Zudem wird nach Firmenangaben bis Ende 2028 in mehrstelliger Millionenhöhe investiert, um international zu wachsen.

Die Haushaltsbatterie-Sparte wurde dafür aus der Varta-Gruppe, die im Juli 2026 für vier Gesellschaften Insolvenz anmelden musste, herausgelöst. Sie firmiert künftig unter dem Namen Varta Consumer Batteries GmbH & Co. KGaA. Das Bundeswirtschaftsministerium habe diesem Schritt bereits zugestimmt.

Warum es für die Batterie-Legende weitergeht

Gegenüber BILD sagt Unternehmenssprecher Rüdiger Assion: „Für die Beschäftigten von Varta Consumer Batteries schafft die nun abgeschlossene Neuaufstellung eine langfristige Zukunftsperspektive. Alle bestehenden Arbeitsplätze bleiben erhalten.“ Garantie- und sonstige Kundenansprüche bestünden in vollem Umfang fort.

Möglich wurde dies nach der Insolvenz laut Assion durch die Unterstützung der wichtigsten Kreditgeber der früheren Varta-Gruppe. Auch Gespräche auf politischer Ebene hätten geholfen. Der Sprecher: „Die Kernfinanzierer werden sämtliche Gesellschaftsanteile an Varta Consumer Batteries übernehmen.“ Sie sähen insbesondere in der Marktposition, dem Produktportfolio, den Produktionskapazitäten und der Geschäftsstrategie wirtschaftlich „eine langfristig tragfähige Grundlage“.

Wo die Jobs erhalten bleiben

Varta Consumer Batteries beschäftigt laut Assion aktuell rund 990 Mitarbeiter, davon etwa 820 in Deutschland und 170 im Ausland. Der zentrale Produktionsstandort mit 550 Beschäftigten liegt in Dischingen im Landkreis Heidenheim (Baden-Württemberg). Dort laufe die Produktion im Dreischichtbetrieb. Ellwangen sei überwiegend der Verwaltungsstandort.

Das sagen die Bürgermeister

„Die Erleichterung ist wirklich sehr groß“, so Dischingens Bürgermeister Dirk Schabel zu BILD. „Die getroffene Entscheidung ist für unsere Gemeinde, aber auch für die Region von großer Bedeutung. Nach längerer Zeit der Unsicherheit gibt es endlich eine Zukunftsperspektive.“ Auch Ellwangens Oberbürgermeister Michael Dambacher ist erleichtert. Auf BILD-Anfrage sagt er: „Wir freuen uns, dass es nun weitergeht und die Arbeitsplätze erhalten bleiben.“

Was der deutsche Hersteller jetzt vorhat

Varta Consumer Batteries hat große Pläne: Bis zunächst 2029 wird mit einem jährlichen Umsatzwachstum von drei bis vier Prozent gerechnet. Unternehmenssprecher Assion: „Ein Schwerpunkt der Wachstumsstrategie liegt auf europäischen Märkten.“ Zusätzlich sieht das Unternehmen nach eigenen Angaben aber auch Wachstumsmöglichkeiten in Südamerika, Asien und Kanada. Assion: „In Südostasien und Südamerika wurden bereits erste Geschäftsbeziehungen aufgebaut.“