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Berlin – Die Deutsche Bahn (DB) stellt ihren Fahrplan zum 13. Dezember um. Die Preise bleiben stabil. Tickets für den neuen Fahrplan gibt es ab dem 14. Oktober über bahn.de, den DB Navigator sowie in Reisezentren und Agenturen. „In Zeiten teurer Kraftstoffe bleibt die Bahn eine gute und günstige Alternative zu Auto und Flugzeug. Der Fahrplan 2027 ist ein starkes Angebot für alle. Wir bieten schnelle Sprinter zwischen den Metropolen, Fernverkehr bis in die Fläche und mehr Verbindungen nach Europa“, sagt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.

Gute Nachrichten für alle, die schnell ans Ziel kommen wollen: Die Bahn stockt ihr Sprinter-Angebot auf rund 70 Fahrten täglich auf.

  • Berlin–Stuttgart: Statt einmal fahren künftig dreimal täglich ICE-Sprinter pro Richtung. Mit nur einem Zwischenhalt in Nürnberg dauert die Fahrt 4 Stunden und 45 Minuten. Ab Berlin geht es um 8.12, 12.12 und 16.12 Uhr los. In Stuttgart starten die Züge um 7.03, 11.03 und 15.03 Uhr.
  • Hamburg–München: Eine neue Sprinter-Linie fährt dreimal täglich je Richtung. Die Züge halten nur in Hannover und Nürnberg. Die Fahrzeit: 5 Stunden und 20 Minuten – rund 20 Minuten weniger als bisher.
  • Berlin–Hamburg: Nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke fahren die Züge wieder im Halbstundentakt. Die Fahrt dauert etwa eine Stunde und 45 Minuten bis zwei Stunden.

Mehr Züge an die Ostsee und neue Direktverbindungen

Auch abseits der großen Metropolen tut sich etwas. Der Intercity von Dresden über Berlin nach Rostock fährt wieder alle zwei Stunden bis Warnemünde. Zusätzlich gibt es täglich einen ICE pro Richtung von Warnemünde über Berlin und Leipzig bis nach Frankfurt, Stuttgart und München.

Weitere Änderungen im Überblick:

  • Jena–Berlin: Nach einer Pause kehrt eine direkte ICE-Verbindung zurück. Morgens fährt der Zug um 7.13 Uhr ab Jena-Paradies und erreicht Berlin um 9.47 Uhr. Zurück geht es um 18.12 Uhr ab Berlin.
  • Stralsund–Hamburg: Eine zusätzliche sechste ICE-Fahrt pro Richtung kommt hinzu. Der Zug startet in Stralsund um 6.04 Uhr, die letzte Ankunft aus Hamburg ist für 21.55 Uhr vorgesehen.
  • Rostock–Südwestdeutschland: Nach einjähriger Pause fährt wieder ein täglicher ICE über Berlin nach Rostock und teilweise bis Warnemünde.
  • Saarbrücken–Hamburg: Erstmals gibt es eine Direktverbindung zwischen beiden Städten.
  • Offenburg und Baden-Baden: Beide Städte werden künftig stündlich angefahren.

Auch die Verbindung zwischen Berlin und Warschau wird ausgeweitet: Der Eurocity fährt künftig täglich um 17.50 Uhr ab Berlin. In der Gegenrichtung sind zusätzliche Rückfahrten am Samstag möglich.

Ab nach Italien

Die Bahn setzt verstärkt auf internationale Verbindungen. Insgesamt soll es mehr als 320 Fahrten pro Tag ins Ausland geben. Das sind rund 20 Prozent mehr als vor fünf Jahren. Mehr Züge sind nach Italien, Frankreich, Österreich und Dänemark geplant.

Ein besonderes Highlight: Erstmals fährt der italienische Hochgeschwindigkeitszug Frecciarossa in Deutschland. Ab Sommer 2027 verbindet er München mit jeweils einem täglichen Zugpaar direkt mit Mailand und Rom.

Auch nach Dänemark wird das Angebot ausgebaut. Zwischen Hamburg und Kopenhagen fahren ab März siebenmal täglich Züge pro Richtung, ab 7 Uhr etwa alle zwei Stunden.

Nach Frankreich gibt es ebenfalls mehr Verbindungen: Zwischen Stuttgart und Paris verkehren künftig zwölf Züge täglich – zwei mehr als bisher. Nach Abschluss der Bauarbeiten auf der Strecke Nürnberg–Passau fahren zwischen Frankfurt, Nürnberg und Wien täglich 14 Fernverkehrszüge.

Hier müssen Fahrgäste viel Geduld mitbringen

Nicht überall läuft es schneller. Wegen umfangreicher Bauarbeiten zwischen Berlin und Hannover müssen Reisende im gesamten Fahrplanjahr 2027 mit Einschränkungen rechnen. Die ICE werden über Potsdam, Magdeburg und Braunschweig umgeleitet. Dadurch verlängert sich die Fahrt um rund 80 Minuten. Für die Strecke Berlin–Köln bedeutet das beispielsweise eine Reisezeit von etwa fünfeinhalb Stunden.

Auch Verbindungen fallen weg: Bisherige Fahrten von Berlin über Hannover nach Bremen oder Aachen werden nicht angeboten. Die Sprinter zwischen Berlin und Köln/Bonn fahren wegen der Bauarbeiten ebenfalls weiterhin nicht.

Weitere Baustellen sorgen für zusätzliche Einschränkungen:

  • Berlin–Frankfurt: Vom 6. Februar bis 14. Mai sowie ab dem 14. August entfallen die Sprinter. Die Fahrt dauert dann rund 4 Stunden und 30 bis 4 Stunden und 40 Minuten.
  • Berlin–Hamburg: Vom 16. Oktober bis 11. Dezember verlängern Bauarbeiten im Bahnhof Berlin-Spandau die Fahrzeit um 35 bis 45 Minuten. Direkte Verbindungen zwischen Berlin und Kopenhagen entfallen in diesem Zeitraum.
  • Rostock–Schwerin: Vom 15. Mai bis mindestens 30. Juli ist dort kein Fernverkehr möglich. Schienenersatzverkehr soll die Anbindung über Schwerin oder teilweise Wismar sichern.

Die Bahn hat die geplanten Änderungen für die größten Baustellen bereits in die Reiseauskunft aufgenommen. Wer ein Ticket bucht, bekommt die jeweils geltenden Fahrtzeiten angezeigt.

Familienticket für 99,99 Euro bleibt dauerhaft

Gute Nachrichten für Familien: Das im Sommer gestartete Familienticket wird dauerhaft angeboten. Ab dem 26. Oktober ist es wieder buchbar, der erste Reisetag ist der 1. November. Der Preis: 99,99 Euro für bis zu fünf Personen. Damit können Familien deutschlandweit in der 2. Klasse des Fernverkehrs hin und zurück fahren. Die Sitzplatzreservierung ist bereits inklusive.

Pendler sparen 25 Prozent

Auch für Berufspendler wird es günstiger. Ab dem 21. Oktober senkt die Bahn die Preise für Monatskarten und Schülermonatskarten im Fernverkehr ohne Abo um 25 Prozent. Zusätzlich vereinfacht die DB ihr Zeitkartenangebot: Streckenzeitkarten gibt es künftig ausschließlich ohne Abo. Gruppenreisende können den Sparpreis Gruppe außerdem online für bis zu 14 Tage unverbindlich reservieren. Das soll die Planung gemeinsamer Reisen erleichtern.