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London – Ausgerechnet der Mann, der als „Tinder-Schwindler“ weltweit berüchtigt wurde, will jetzt Singles vor Liebesbetrügern schützen! Simon Leviev (35) kündigt den Start einer eigenen Dating-App an. Mit „Safe Love“ verspricht er strenge Identitätskontrollen, Schutz vor Fake-Profilen und sogar einen SOS-Knopf für gefährliche Situationen.

Der Israeli will nach eigenen Angaben eine Dating-Plattform auf den Markt bringen, die Nutzer vor Betrug und falschen Identitäten schützen soll. Pikant: Genau mit solchen Täuschungen wurde Leviev selbst weltweit bekannt. Mehrere betroffene Frauen schilderten in der Netflix-Dokumentation „The Tinder Swindler“, wie sie von ihm hinters Licht geführt worden sein sollen.

Für die Anmeldung bei „Safe Love“ sollen Nutzer einen amtlichen Ausweis hochladen und zusätzlich ein Selfie machen. Dieses werde mit dem Dokument abgeglichen. Auch Profilbilder sollen überprüft werden. Laut Leviev werden nur Fotos zugelassen, die nicht zu stark vom verifizierten Selfie abweichen.

SOS-Knopf für Notfälle

Geplant ist außerdem ein SOS-Button für heikle Situationen. Wer ihn drückt, soll automatisch Audio- und Videoaufnahmen starten können. Zusätzlich soll der Standort an Strafverfolgungsbehörden weitergegeben werden.

Nach Angaben Levievs befindet sich die App bereits in einer späten Prüfphase. Einen genauen Starttermin nennt er nicht. Der Marktstart könne aber in wenigen Tagen oder Wochen erfolgen.

Kritik schon vor dem Start

Doch das Projekt stößt bereits auf Widerstand. Die „Online Dating and Discovery Association“ hat Google und Apple aufgefordert, die App nicht in ihre Stores aufzunehmen. Die Organisation argumentiert, ein verurteilter Liebesbetrüger solle nicht ausgerechnet auf eine Dating-Plattform zurückkehren, auf der ähnliche Taten begangen worden seien. Kritikern zufolge beschädige das die Glaubwürdigkeit eines Angebots, das Sicherheit und Vertrauen verspricht.

Trotzdem hält Leviev an seinen Plänen fest. Ob Singles einer Dating-App vertrauen, die vom wohl bekanntesten „Tinder-Schwindler“ der Welt entwickelt wurde, dürfte sich bald zeigen.