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München – Aus der Traum vom Kanzleramt? CSU-Chef Markus Söder (59) hat mögliche Ambitionen auf den Posten des Bundeskanzlers offenbar endgültig aufgegeben. Mit einer überraschend klaren Ansage beendet der CSU-Chef jahrelange Spekulationen über eine Rückkehr ins Rennen um das Kanzleramt. „Dieses Kapitel ist abgeschlossen“, sagte der bayerische Ministerpräsident nun.

Und er legt sogar noch nach. Auf die Frage, ob er irgendwann doch noch einmal als Kanzlerkandidat bereitstehen würde, antwortet er im „Handelsblatt“ unmissverständlich: „Die Frage stellt sich heute nicht – und sie wird sich auch in Zukunft nicht mehr stellen.“ Heißt: Die Kanzler-Akte Söder ist für den CSU-Chef endgültig geschlossen. Nach jahrelangen Debatten über seine Ambitionen in Berlin macht der Bayer die Tür selbst zu.

Wie endgültig ist das Kanzler-Aus für Söder?

2021 stand er der Kanzlerkandidatur so nah wie nie zuvor. Wochenlang kämpfte der CSU-Chef mit dem damaligen CDU-Vorsitzenden Armin Laschet (65) um die Kanzlerkandidatur der Union. Am Ende setzte sich Laschet in der CDU durch. Söder zog sich geschlagen zurück, die Union verlor wenige Monate später die Bundestagswahl.

Schon 2022 erklärte der CSU-Chef, seine Chance auf das Kanzleramt sei vorbei: „Ich bin nur für Bayern im Einsatz. Ein CSUler hat ohnehin nur einmal im Leben die Chance.“ Zwei Jahre später klang das schon wieder anders: „Für mich ist Ministerpräsident das schönste Amt, aber ich würde mich nicht drücken, Verantwortung für unser Land zu übernehmen“, sagte Söder 2024 mit Blick auf eine Kandidatur. Anders als 2021 verzichtete Söder dann aber auf einen neuen Machtkampf und stellte sich hinter Merz.

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Söder pfeift Kritik an Merz zurück

Trotz der wachsenden Kritik an Friedrich Merz stellt sich Söder demonstrativ hinter den Kanzler. Die umstrittenen Personalwechsel in Regierung und Partei verteidigt der CSU-Chef mit einem Fußballvergleich. „In der Politik ist es heute doch wie im Fußball: Das Spiel selbst ist kürzer als die Vor- und Nachberichte. Aber auf das Spiel kommt es an“, sagte Söder. Wenn ein Bundestrainer seine Mannschaft umstelle, sei das „legitim“.

Auch den Wirbel um die gescheiterte Nachbesetzung des Verkehrsministeriums spielt Söder herunter. Wenn ein eingewechselter Spieler kurzfristig doch nicht aufs Feld wolle, sei das zwar „ärgerlich“, aber „kein Beinbruch“.