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Washington – US-Präsident Donald Trump (80) hat entschieden, die Hinrichtung des verurteilten Attentäters Nidal Malik Hasan (56) nicht live übertragen zu lassen. Das teilte Trump am Donnerstag auf seiner Plattform Truth Social mit. Die Exekution soll wie geplant am 3. Dezember durch ein Erschießungskommando auf dem Militärstützpunkt Fort Hood im US-Bundesstaat Texas stattfinden. Unmittelbare Angehörige der Opfer dürfen die Hinrichtung auf Wunsch jedoch persönlich verfolgen.

Trump erklärte, er habe eine öffentliche Übertragung zunächst als mögliche Abschreckung betrachtet. Die Welt hätte dadurch sehen können, wie Amerika mit Terroristen wie Hasan umgehe. Viele Menschen wollten allerdings nicht dabei zusehen, wie Hasan sterbe. „Er wird wie geplant durch ein Erschießungskommando sterben, aber dieses Ereignis wird nicht übertragen“, schrieb der US-Präsident. Die Familien der Opfer hätten es verdient, Gerechtigkeit zu erleben.

US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Anfang Oktober angekündigt, die Hinrichtung öffentlich stattfinden zu lassen, um ein Exempel zu statuieren. Das Pentagon bestätigte anschließend, dass die Exekution live übertragen werden sollte.

Große Kritik an der Live-Übertragung

Die Pläne lösten parteiübergreifend heftige Kritik aus. Kritiker warnten unter anderem davor, dass die Bilder der Hinrichtung zur Radikalisierung weiterer Extremisten beitragen könnten. Einer am Donnerstag veröffentlichten Ipsos-Umfrage für die „Washington Post“ und ABC News zufolge lehnten 91 Prozent der befragten Anhänger der Demokraten und 64 Prozent der Republikaner eine Übertragung ab. Lediglich unter den männlichen Anhängern von Trumps Maga-Bewegung sprach sich mit 57 Prozent eine Mehrheit dafür aus.

Auch US-Vizepräsident JD Vance hatte sich von den Plänen distanziert. Auf die Frage, wie sich eine öffentliche Hinrichtung mit seinem christlichen Glauben vereinbaren lasse, erklärte er zunächst, dass er nicht wisse, ob es überhaupt dazu kommen werde. Zugleich betonte Vance, man dürfe nicht vergessen, dass Hasan zahlreiche unschuldige Menschen brutal ermordet habe. Sollte die Hinrichtung tatsächlich live übertragen werden, werde er sie sich allerdings nicht ansehen.

13 Menschen auf Militärstützpunkt erschossen

Hasan war 2013 zum Tode verurteilt worden, weil er am 5. November 2009 auf dem Militärstützpunkt Fort Hood 13 Menschen erschossen und 32 weitere verletzt hatte. Der damalige Major und Psychiater der US-Armee betrat ein Sanitätsgebäude, in dem Soldaten auf Impfungen und medizinische Untersuchungen vor ihren Auslandseinsätzen warteten. Er rief „Allahu Akbar“ („Gott ist groß!“) und eröffnete mit einer Pistole mit Laserzielgerät das Feuer.

Als Motiv gab Hasan später an, er habe verhindern wollen, dass die Soldaten nach Afghanistan geschickt würden und dort Muslime töteten. Ein Militärrichter ließ diese Begründung während seines Prozesses 2013 jedoch nicht als Verteidigung zu. Hasan selbst wurde bei dem Anschlag von Sicherheitskräften angeschossen. Seitdem ist er von der Hüfte abwärts gelähmt und sitzt im Rollstuhl.