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Palma de Mallorca (Spanien) – Nazi-Eklat am legendären Ballermann! Wo sonst Tausende fröhlich und friedlich zusammen feiern, wurde am Freitagabend im Kult-Lokal „Münchner Kindl“ eine Nazi-Parole durch die Lautsprecher gebrüllt. Partysänger Alex Engel reagierte sofort und setzte den Mann vor die Tür.

Der Vorfall ereignete sich gegen 22.00 Uhr während eines Auftritts des Sängers. Das Lokal am Ballermann war rappelvoll, auch auf der Terrasse gab es keinen Platz mehr. Alex Engel zu BILD: „Das war eine dieser Nächte, für die man als Künstler auf die Bühne geht. Musik, gute Laune, gemeinsam feiern.“ Doch als er bei seinem Song „Am Strand von Maspalomas“ einem Besucher das Mikrofon unter die Nase hielt, kam es zum Eklat.

„Was passiert ist, habe ich in all den Jahren auf der Bühne noch nie erlebt“, so Engel. Statt „Olé“ brüllte der Gast „Sieg Heil“ in das Mikrofon. Der Sänger spielte den Song noch zu Ende. „Nicht, weil ich es akzeptiere, sondern weil ich im ersten Moment selbst realisieren musste, was gerade passiert ist“, macht Engel gegenüber BILD deutlich. Doch anschließend war klar: „Der Mann muss den Laden sofort verlassen.“

Nach dem Lied unterbrach der Partysänger seinen Auftritt. „Ich habe dem Gast mit vor Aufregung leicht zitternder, aber bestimmter Stimme gesagt, dass ich solche Nazi-Parolen nicht akzeptiere. Er muss das Lokal sofort verlassen.“ Das Publikum reagierte dem Sänger zufolge mit Applaus. Auch das Personal des Lokals unterstützte sofort. „Alex hat absolut richtig gehandelt“, sagt Kindl-Chefin Gerlinde Weininger (66) zu BILD. „So etwas darf man nicht zulassen, das hat am Ballermann nichts verloren. Eine solche Person ist bei uns im Lokal nicht erwünscht, weder gestern noch heute noch in Zukunft.“

Kein Platz für Nazis

Der Vorfall lässt Engel auch am Tag danach nicht los. Deshalb entschließt er sich, öffentlich darüber zu sprechen. In einem Video auf Facebook und Instagram schildert er seine Sicht der Ereignisse: „Bei einer solchen Nazi-Parole ist eine Grenze nicht nur erreicht, sondern überschritten, und da muss reagiert werden“, so der Ballermannsänger.

Auch gegenüber BILD findet er deutliche Worte: „Gerade hier auf Mallorca kommen Menschen aus ganz unterschiedlichen Ländern und Kulturen zusammen, um gemeinsam eine riesige Party zu feiern. Egal, welchen Job Du hast, egal, woher Du kommst, egal, wen Du liebst – hier beim gemeinsamen Feiern sind wir alle gleich. Dafür stehen wir, dafür steht Mallorca. Nazi-Parolen gehören nicht dazu und dürfen niemals dazugehören. Bei aller politischen Zerstrittenheit in Deutschland sollte das der kleinste gemeinsame Nenner sein, auf den wir uns einigen können.“ Seine Botschaft ist eindeutig: „Es gibt keinen Platz für Nazi-Parolen! Nicht einen Millimeter breit – und erst recht nicht in mein Mikrofon.“