In der deutsch-österreichischen Grenzregion sind am Donnerstag drei Deutsche bei Bergunfällen in den Alpen ums Leben gekommen. In Bayern stürzte ein 76-jähriger Urlauber aus Berlin beim Abstieg im Karwendel ab. Im österreichischen Karwendel-Gebirge verunglückte eine 37-Jährige beim Bergklettern. Eine 63-Jährige starb bei einer Bergwanderung im Kleinwalsertal.
Bergsteigergruppe entdeckt leblose Frau
Nach Informationen von „Krone.at“ brach die 37-Jährige am Morgen mit ihrem Mountainbike alleine zur Plumsjochhütte (1630 Meter) auf. Von dort wollte sie zur Montscheinspitze (2106 Meter) aufsteigen. Nach einem letzten Kontakt mit Angehörigen gegen 10.30 Uhr meldete sie sich jedoch nicht mehr.
Als ihre Angehörigen sie auch am Abend nicht erreichen konnten, meldeten sie die 37-Jährige bei der Polizei als vermisst. Etwa zur gleichen Zeit entdeckte eine vierköpfige Bergsteigergruppe eine leblose Frau im steilen Gelände der Montscheinspitze – es war die 37-Jährige. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Die Alpin-Polizei barg die Tote mit dem Polizeihubschrauber per Tau und flog sie ins Tal nahe der Gernalm.
Frau stolpert auf einem markierten Wanderweg
Zuvor war im österreichischen Kleinwalsertal eine deutsche Wanderin tödlich verunglückt. Die 63-Jährige war mit ihrem Ehemann in den Alpen unterwegs, wie die Landespolizeidirektion Vorarlberg mitteilte. Nach ersten Erkenntnissen stolperte sie auf einem markierten Wanderweg und stürzte anschließend rund 60 Meter durch eine Geröllrinne in die Tiefe. Auch sie starb noch an der Unfallstelle.
Das Ehepaar war zunächst von der Bergstation der Söllereckbahn (1400 Meter) auf dem Wanderweg des Fellhorngrats in Richtung Fellhorn (2037 Meter) unterwegs. Nach einer Pause beschlossen die beiden jedoch, den Aufstieg nicht fortzusetzen, sondern umzukehren. Etwa 500 Meter nach dem Schlappoldeck kam es zu dem Unfall.
Rentner stürzt rund 70 Meter in die Tiefe
Den dritten tödlichen Unfall, der sich in der Nähe von Mittenwald (Bayern) ereignete, bestätigte die Bergwacht am Freitagmorgen gegenüber BILD. Ein 76-jähriger Berliner war mit seiner Frau am Vormittag ins Karwendel-Gebirge aufgebrochen und befand sich bereits auf dem Rückweg ins Tal.
Auf einem schmalen Leitersteig verlor er das Gleichgewicht und stürzte rund 70 Meter in die Tiefe. „Trotz des schnellen Einsatzes konnte der Notarzt des Rettungshubschraubers Christoph 14 nur noch den Tod des 76-Jährigen feststellen“, berichtet „br24.de“.