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Alaska (USA) – Wird im US-Bundesstaat Alaska ein „doppeltes“ Spiel getrieben? Vor den Kongresswahlen sollen die Demokraten dort versucht haben, die Wiederwahl des republikanischen Senators Dan S. Sullivan mit einem kuriosen Namens-Manöver zu verhindern. Wie die „New York Times“ berichtet, wurde dafür ausgerechnet ein zweiter Dan Sullivan als Gegenkandidat aufgestellt. Der pensionierte Lehrer Dan J. Sullivan sollte als unabhängiger Kandidat antreten und dem „echten“ Sullivan Stimmen abluchsen.

Hinter dem Verwirrspiel soll die Demokratin Mary Peltola (53) stehen, die selbst den Senatssitz erobern will. Der Auftrag an ihr Wahlkampfteam habe demnach gelautet: „Findet in Alaska so viele Leute mit dem Namen Dan Sullivan wie möglich.“ Fündig wurden die Mitarbeiter demnach in einem abgelegenen Fischerdorf. Dort sollen sie den pensionierten Lehrer Dan J. Sullivan zu einer Kandidatur bewegt haben sollen.

Die „New York Times“ beruft sich auf Peltolas Ex-Kampagnenleiterin Elisa Rios, interne Textnachrichten und weitere Quellen. „Die Wähler in Alaska müssen Bescheid wissen“, sagte Rios der Zeitung. Sie selbst habe sich an der Aktion nicht beteiligt, aber davon gewusst. Peltolas Team weist den Vorwurf der Wählertäuschung zurück.

Trump hat Klage eingereicht

Die Republikaner gehen derweil juristisch gegen das Manöver vor. US-Präsident Donald Trump (80) sagte am Freitag, das Justizministerium habe in seinem Auftrag Klage eingereicht, damit ein möglicher Wahlsieg Peltolas nicht offiziell bestätigt werde. Trump hatte zuvor schon angekündigt, dass er das Ergebnis der US-Zwischenwahlen anerkennen werde – wenn diese „ehrlich“ durchgeführt werden.

Umfragen zufolge liegt Peltola bislang deutlich vor beiden Sullivans. Die bizarre Wahl in Alaska könnte dabei Folgen für die Machtverhältnisse in Washington haben: In dem riesigen Bundesstaat leben zwar nur rund 740.000 Menschen, wegen der knappen Mehrheitsverhältnisse im US-Senat könnte der Sitz aber entscheidend werden. (Senator) Sullivan sitzt seit 2014 für die Republikaner im US-Parlament.