TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Bonn – Elon Musk (55) lässt die Handy-Riesen zittern! Der US-Milliardär will mit seinem Satellitennetz Starlink den Mobilfunkmarkt aufmischen. An der Börse sorgt das für einen Schock: Die Aktie der Deutschen Telekom stürzt am Freitagvormittag zeitweise um mehr als sieben Prozent ab!

Der Grund: Die Telekom verdient viel Geld in den USA. Dort gehört ihr die Mehrheit am Mobilfunkriesen T-Mobile US. Und genau dem könnte Musk künftig Kunden abjagen! Die Angst der Anleger: Musk könnte eigene Handyverträge anbieten und die Preise drücken. Dann müssten die großen Anbieter womöglich nachziehen und würden weniger verdienen.

Auch andere Handy-Riesen geraten unter Druck: Vodafone verliert zeitweise mehr als drei Prozent, Orange und Telefónica (in Deutschland als O2 bekannt) rund zweieinhalb Prozent. In den USA waren zuvor T-Mobile US, AT&T und Verizon nachbörslich eingebrochen.

Was plant Musk?

Mit Starlink liefert Musk bereits Internet aus dem Weltall. Jetzt will er, dass sich auch normale Handys direkt mit seinen Satelliten verbinden können. Dafür hat seine Raumfahrtfirma SpaceX den Kauf wichtiger US-Funkfrequenzen vereinbart. Damit kann Musk künftig eigene Mobilfunkdienste anbieten.

Sein Plan: Satelliten im All und Funkmasten am Boden sollen zusammenarbeiten. So könnten Kunden auch in Gebäuden Empfang bekommen. Noch ist offen, wann Musk eigene Handyverträge anbieten könnte. Auch der Frequenzkauf muss erst genehmigt werden.

Was bedeutet das für Deutschland?

Ausgerechnet die Telekom arbeitet hierzulande bereits mit Musk zusammen. Ab 2028 sollen geeignete Handys über Starlink auch dort Empfang bekommen, wo Funkmasten fehlen. Auch Vodafone setzt auf Satellitenempfang – allerdings mit Musks Konkurrenten AST SpaceMobile.

Ob Musk irgendwann auch in Deutschland eigene Handyverträge anbietet und damit Telekom, Vodafone und O2 angreift, ist offen. Die gekauften Frequenzen gelten nur für die USA. Für deutsche Handykunden ändert sich vorerst nichts. An der Börse aber zeigt sich schon jetzt, wie sehr Musks Pläne die Mobilfunkriesen unter Druck setzen.