Magdeburg – Dienstwagen-Eklat nach der historischen Landtagswahl in Sachsen-Anhalt! Nachdem erstmals ein AfD-Politiker zum Landtagspräsidenten gewählt wurde, zog der Autobauer BMW sein Leasing-Angebot für dessen Dienstwagen zurück. Jetzt wendet sich die AfD ausgerechnet an Tech-Milliardär Elon Musk (55). Der US-Amerikaner soll mit einem Tesla Abhilfe schaffen.
Am Dienstag hatte Tobias Rausch (35) bei der Wahl des Landtagspräsidenten 48 Stimmen und damit auch die Unterstützung aus anderen Fraktionen erhalten – höchstwahrscheinlich aus den Reihen der CDU. Weil BMW wenige Stunden später den Leasingvertrag aufkündigte, könnte Rausch ab November ohne eigenen Dienstwagen dastehen. Rausch reagierte in einem offenen Brief an BMW mit „großer Verwunderung“ und „persönlicher Enttäuschung“.
Nun richtet sich Beatrix von Storch (55), Vize-Chefin der Bundestagsfraktion, direkt an Elon Musk (55). Auf der Plattform X fragte sie den Tesla-Chef auf Englisch, ob sein Unternehmen bereit wäre, dem neuen Landtagspräsidenten einen Dienstwagen zur Verfügung zu stellen. Sinngemäß ihre Botschaft: BMW habe wegen der Wahl von Tobias Rausch sein Angebot zurückgezogen. Könne Tesla einspringen? Eine Antwort von Musk steht zur Stunde aus.
Musk und die AfD: Da war doch was ...
Die Anfrage kommt nicht von ungefähr. Musk hatte in der Vergangenheit mehrfach Sympathien für die AfD erkennen lassen. Auf seiner Plattform führte er u.a. ein Interview mit AfD-Chefin Alice Weidel (47). Nach dem Wahlsieg in Sachsen-Anhalt gratulierte er der AfD öffentlich.
Besonders brisant: Dienstwagen deutscher Spitzenpolitiker stammen normalerweise von deutschen Herstellern. Doch die Auswahl scheint begrenzt. Weder Audi noch Mercedes haben ein Leasing-Angebot vorgelegt. Sollte Tesla tatsächlich einspringen, würde die AfD also mit einer langjährigen Tradition brechen. Erstmals könnte ein US-Elektroauto den Landtagspräsidenten chauffieren.
AfD-Fraktionschef Ulrich Siegmund (35) erklärte, er wolle aus Solidarität auf das Kultmoped Simson umsteigen. „Da BMW mit Demokratie offenbar wenig am Hut hat, werde ich im Dezember mit derjenigen zur Staatskanzlei fahren, die mich auch treu durch den Wahlkampf begleitet hat.“