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Abu Dhabi stoppt Handel mit Iran – Teheran dementiert Raketenangriff auf Emirate

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Inmitten neuer Spannungen zwischen dem Iran und den Vereinigten Arabischen Emiraten hat Teheran Vorwürfe eines Raketenangriffs auf den Golfstaat „kategorisch“ zurückgewiesen. Die Emirate hatten zuvor erklärt, dass der Iran erstmals seit Monaten wieder Raketen auf das Land abgefeuert habe.

Irans Außenamtssprecher Bakaei erklärte dazu, dass Teheran „den Vorwurf der Vereinigten Arabischen Emirate, dass der Iran ein Rakete in Richtung dieses Landes abgefeuert hat, kategorisch zurückweist“. Der Vorwurf aus Abu Dhabi sei schädlich für das Vertrauen und die Sicherheitsbemühungen in der Region.

Unmittelbar zuvor hatten die Emirate als Reaktion auf den Raketenbeschuss bis auf Weiteres sämtliche Handels- und Finanzgeschäfte mit dem Iran ausgesetzt. Angesichts der jüngsten Eskalation in der Region seien „der gesamte Handel, der kommerzielle Austausch und Finanztransaktionen mit dem Iran“ gestoppt worden, erklärte Außenministeriumssprecherin Afra Al Hameli.

Zuvor hatte das Verteidigungsministerium erklärt, dass der Iran erstmals seit Monaten wieder Raketen auf die Emirate abgefeuert habe. Es seien zwei ballistische Raketen registriert worden. Eine ging demnach außerhalb, eine weitere innerhalb der Hoheitsgewässer der Emirate nieder.

Der Iran hatte die mit den USA verbündeten Emirate bereits zu Beginn des Kriegs mit den USA und Israel mehrfach angegriffen. Im Mai war nach einem Drohnenangriff ein Feuer in einem emiratischen Atomkraftwerk ausgebrochen.

Zuletzt warfen die Emirate Teheran zudem wiederholt Angriffe auf Tanker des staatlichen Ölkonzerns Adnoc in der Straße von Hormus vor. Der Golfstaat hatte 2020 im Rahmen des Abraham-Abkommens seine Beziehungen zu Israel normalisiert.

Frankreich weist zwei iranische Diplomaten aus

Auch mit einem europäischen Land gibt es Ärger. Frankreich wirft dem Iran einen Übergriff auf zwei französische Diplomaten vor und weist als Reaktion darauf zwei Botschaftsmitarbeiter der Islamischen Republik aus. Die Diplomaten seien zu unerwünschten Personen erklärt worden, teilte das französische Außenministerium mit. In den kommenden Tagen sollen sie Frankreich verlassen, wie Frankreichs Chefdiplomat Jean-Noël Barrot schrieb.

Barrot hatte vor rund einem Monat bekanntgemacht, dass zwei französische Diplomaten über mehrere Stunden von den iranischen Sicherheitskräften festgehalten worden seien. Einer von ihnen sei demnach auch belästigt worden. Außenminister Barrot sprach von einer „extrem schlimmen Einschüchterungsaktion“, die gegen die diplomatische Immunität verstoße. Die beiden Botschaftsmitarbeiter seien für die Programme zur Unterstützung der iranischen Zivilgesellschaft verantwortlich, insbesondere mit Blick auf Künstler und Forschende.

Das französische Außenministerium warf dem Iran in einer Mitteilung vor, den Übergriff nicht aufgeklärt und die Verantwortlichen nicht bestraft zu haben. Stattdessen seien verlogene Anschuldigungen über die beiden französischen Botschaftsmitarbeiter laut geworden.

Der Iran dementierte auch diese Vorwürfe französischen Berichten zufolge. Die Franzosen seien lediglich kurz befragt worden. Zuvor hätten sie an einem Treffen mit Menschen teilgenommen, die von den Behörden gesucht würden. Nach einem kurzen Aufenthalt in Frankreich habe der Iran den beiden Diplomaten eine Rückkehr ins Land verwehrt, berichten französische Medien. Die Beziehung zwischen Teheran und Paris ist seit Längerem angespannt.