Absatz von VW bricht um 8,6 Prozent ein – auch Audi meldet weniger verkaufte Autos
Volkswagen und die VW-Tochter Audi haben im zweiten Quartal erneut weniger Autos verkauft. Weltweit verkaufte VW mit knapp 2,1 Millionen Fahrzeugen 8,6 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Demnach brachen die Verkäufe in China – dem wichtigsten Absatzmarkt – um 36,6 Prozent ein, während es insbesondere in Nord- und Südamerika und auch in Europa Zuwächse gab.
Der gesamte Konzern, zu dem neben Audi und VW auch Škoda und Porsche gehören, lieferte im ersten Halbjahr mit 4,13 Millionen Autos sechs Prozent weniger Fahrzeuge an die Kunden aus als im Vorjahr.
Besonders schmerzhaft für den Konzern ist, dass vor allem der Absatz von E-Autos zurückgeht. In Europa ist Volkswagen zwar klarer Marktführer im E-Segment und steigerte seine Verkäufe dort in den ersten sechs Monaten des Jahres um 8,4 Prozent auf 377.000 Autos. In China und in den USA kommen die E-Modelle der Wolfsburger aber offenbar nicht an: In der Volksrepublik verkaufte VW im ersten Halbjahr nur knapp 30.900 E-Autos – ein Rückgang um 47,9 Prozent – und in den USA 9800 (minus 68,8 Prozent).
Die Auslieferungen von Audi sanken um 8,2 Prozent auf 367.139 Fahrzeuge, wie das Unternehmen mitteilt. Vor allem in China und den USA läuft es schlecht. Audi setzt damit seinen Abwärtstrend beim Absatz fort. Noch im zweiten Quartal 2023 hatte der Teilkonzern fast eine halbe Million Autos ausgeliefert. Seither ging es nun dreimal klar nach unten.
„Das Marktumfeld in China ist weiterhin anspruchsvoll und hoch wettbewerbsintensiv“, heißt es vom Ingolstädter Autobauer. „Seit Jahresbeginn haben Faktoren wie die Änderungen in der Förder- und Steuerpolitik, steigende Kraftstoffpreise und der anhaltende Preiswettbewerb die Nachfrage im Gesamtmarkt belastet.“
Immerhin weisen die Auftragseingänge von Audi in Westeuropa nach oben: Sie lagen 7 Prozent über dem Vorjahreszeitraum und setzten damit ihren Wachstumskurs fort. Besonders beliebt waren die Modelle Audi Q3 und Audi A6 e-tron.
Auch die beiden großen deutschen Konkurrenten Mercedes und BMW verzeichneten Verluste: Mercedes meldete für das zweite Quartal einen Rückgang um 6 Prozent auf 511.900 Autos, BMW einen Rückgang um knapp 5 Prozent auf 590.962 Autos.