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Leipzig (Sachsen) – Es klingt nach einer Erfolgsgeschichte: Mehr als 45.000 Solaranlagen hat der Spezialist nach eigenen Angaben bereits auf deutschen Dächern installiert. Zuletzt seien es rund 1000 Anlagen pro Monat gewesen. Doch jetzt ist die Firma pleite. Rund 400 Mitarbeiter an 15 Standorten fürchten um ihre Jobs.

Die Energiekonzepte Deutschland GmbH (EKD), die zu den größten Anbietern von Solaranlagen auf dem deutschen Markt zählt, hat Insolvenz angemeldet. Die Beschäftigten wurden nach BILD-Informationen bereits am Mittwoch in einer Mitarbeiterversammlung über die finanzielle Notlage des Unternehmens mit Sitz in Leipzig (Sachsen) informiert.

Gegenüber BILD bestätigte EKD-Sprecherin Julia Neuer: „Die Energiekonzepte Deutschland GmbH hat am 2. Oktober beim Amtsgericht Leipzig einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt.“ Der Geschäftsbetrieb laufe aber uneingeschränkt weiter. Sie betonte: „Die Löhne und Gehälter unserer circa 400 Mitarbeitenden sind über das Insolvenzgeld abgesichert.“ Allerdings nur für drei Monate.

Die Hintergründe der Insolvenz

Der Eigentümer, das Londoner Investmenthaus Pemberton, will kein weiteres Geld investieren. Ein Sprecher auf Anfrage von BILD: „Seit Pemberton das Unternehmen 2025 übernommen hat, wurden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um die Sanierung des Unternehmens voranzutreiben. Trotz dieser Bemühungen und angesichts des anhaltenden starken Marktrückgangs wurde deutlich, dass das Geschäft nicht mehr tragfähig war.“ Zum Schutz der Renditen und des Kapitals der Anleger sei deshalb beschlossen worden, keine weiteren Mittel bereitzustellen.

Vom Drei-Mann-Betrieb zum Branchenriesen

Gegründet wurde EKD 2018 von dem Selfmade-Manager Mathias Hammer mit nur zwei Mitarbeitern. Nach dem rasanten Wachstum seines Unternehmens verkaufte er nach und nach Anteile an Investoren. Dann der Geschäftseinbruch nach dem Solar-Boom in Deutschland: Der Solarspezialist wurde von Pemberton übernommen.

80 Jobs wurden bei dem Anbieter für Photovoltaik-Komplettlösungen damals gestrichen, eine neue Geschäftsführung installiert. Ohne Erfolg: CEO Christian Arnold, der seit August 2025 an der EKD-Spitze steht, konnte das Ruder nach dem Absturz am Markt für Solarenergie nicht mehr herumreißen.

So soll es nun weitergehen

EKD-Sprecherin Neuer zu BILD: „Ziel der Geschäftsführung ist es, gemeinsam mit dem vorläufigen Insolvenzverwalter einen Weg zur Sanierung des Unternehmens zu finden. Hierfür werden in den nächsten Wochen verschiedene Optionen geprüft. Für Kunden bleibt unser Kundenservice die Anlaufstelle.“